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Montag, Dezember 23, 2002
 
Nonnen sollten doch heiraten,


dann gäbe es in Klöstern nicht die Notwendigkeit, ahnungslose Passanten anzusprechen wenn die Post überraschender Weise auch mal ein Paket bringt. Heute morgen war der ahnungslose Passant ich und die entsprechende Enklave des Vatikans das Kloster am Tübinger Schloßberg. Seither weiß ich, daß der Weg ins Kloster zumindest in Tübingen schmal und steil ist und daß Nonnen offensichtlich schwere Geschenke zu Weihnachten bekommen. Die gute Schwester hat sogar gefragt, ob ich was dafür verlange. Was sagt man da schon? "Ja, gerade vor Weihnachten kenne ich kein Mitleid"? "Ja, die katholische Kirche hat genug Geld"?, oder "Ja, ich bin Atheist"? Ich hab natürlich nix genommen, frage mich aber seither, was die Post eigentlich für Postboten hat, die armen Ordensschwestern die Pakete nicht ins Haus tragen. Vieleicht war der Postbote Atheist, wer weiss.
Warum soll man überhaupt an Weihnachten immer nett sein? Ausgerechnet da? Ich kenne durchaus ein paar Leute, denen ich keine frohen Weihnachten wünsche: meinem Berater vom Arbeitsamt zum Beispiel wünsche ich, daß das Christkind etwa die gleiche Arbeitsmoral hat wie er. Den Herren Schröder und Bush wünsche ich eine nette Regierungskrise mit Rücktritt, während ich Frau Däubler-Gemlin einen besetzen Schreibtisch wünsche. Soweit mal zu denen zu denen ich nicht nett bin. Auch nicht an Weihnachten. Höchstens vieleicht, wenn der Christbaum nachher steht und nicht krumm ist. Dann allerdings wäre ich mit der ganzen Welt versöhnt, was ja auch kein Fehler ist und sonst frühestens nach dem dritten Viertel Wein von der Verwandtschaft eintritt.
Ein frohes Fest, so oder so....

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