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Mittwoch, Dezember 11, 2002
 
Von Schweinen, Saft und Vögeln



Der grünen Abgeordnete Winfried "Winne" Herrmann findet heute im Tübinger Tagblatt, daß in der allgemeinen Diskussion um Arbeitslosigkeit und Rezession die Umweltpolitik untergeht, worauf man sich wieder viel mehr konzentrieren müsste. Dem muss ich entschieden widersprechen! Speaking of myself bekommt meine Frau von meiner Schwiegermutter zu Weihnachten ein Vogelhäuschen, obwohl die Vögel in unserem Garten auch so schon genug Energie haben, sich lautstark zu streiten. Wir gehen auch weiterhin mit Hofhund Arno spazieren, obwohl ich letztens nach seiner ebenso begeisterten wie überraschenden Begrüssung meinen Anzug samt Hemd waschen musste. Seit das letzte mal der Tierlaster da war hat meine Frau auch geschworen nie mehr Schweine zu essen und es seither fast durchgehalten. Wir haben diesen Monat auch noch im Regen Unkraut gejätet, damit nächstes Jahr was wachsen kann im Blumenbeet.

Von einer Unterbewertung von Umwelt und Natur sehe ich da keine Spur und muss im Gegenzug fragen, was "Winne" wie er unter den hiesigen Studenten gern genannt wird denn für meinen zukünftigen Job getan hat? Andererseits könnte er dem entgegenhalten, daß ich auch nicht in seinem Garten gejätet habe - wobei ich auch nicht Bundesgärtner bin. Vieleicht ist es mit ihm auch wie mit der Stelle, die mir meine Freunde vom Amt letztens geschickt haben und es gibt ihn garnicht. Herta Däubler Gemlin, die angeblich hier in der Nähe wohnt und sich früher im örtlichen Einzelhandel gerne bevorzugt bedienen lassen hat, ist seit der Wahl auch nichtmehr aufgetaucht. Schröder, so liest man heute in der Zeitung, hat in der Fraktionssitzung nicht mit seinem Rücktritt gedroht. Gibt es eigentlich hieb- unhd stichfeste Beweise daß die Bundesregierung tatsächlich existiert? Seit dem Geisterhund, der letzten Dienstag unsere Terasse unsicher gemacht hat (siehe blog vom 3.12. - wie setzt man bei blogger Tags?), glaube ich nicht mehr ohne weiteres alles. Arno schaut immernoch unschuldig.

Nicht alles ist so kompliziert wie der Politikerbeweis, Getränke verkaufen ist einfacher. Und da ich ja schon gestern im Bewerbertraining eingestellt worden bin arbeite ich heute - Die Frau eines Freundes ist in Kur, weshalb einer seinen Getränkeladen hüten muss. Ich bin also, genaugenommen Landenhüter in einem Saftladen, eine Arbeit die mir durchaus Freude macht, auch wenn die einzige Kundschaft heute morgen schwerhörig war und (ungelogen) samt Ehemann auf dem Traktor angefahren kam um eine Flasche Wein zu kaufen. Meine begeisterten Beratungsversuche wurden mit der direkten Frage nach "Trollinger, en günschtiga, wisset se, ´s isch a Gschenk" abgetan. Ich hoffe heute Mittag ist mehr los weil ich das shcwäbische Tagblatt und wired schon komplett durchgelesen habe. Also, ich muss wieder an die Getränkefront!

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