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Donnerstag, Januar 09, 2003
 
alles eine Frage des Preises

Deshalb also wird alles dauernd teurer. höhere Rohstoffpreise? gestiegene Löhne? Weit gefehlt!
Die Preise werden erhöht, damit die Qualität steigt. Sonst wegen nix. Das hat mir mein Freund, der Getränkehändler, heute morgen erklärt. Anlass war, daß wir gemeinsam ein paar Kisten Alpiersbacher in den Keller einer älteren Frau geschleppt hatten, und als ich gerade die Treppe hochkam, kassierte er einen Euro mehr pro Kiste als im alten Jahr. Auf meine Beschwerde hin hat er mir erklärt, daß die Bierpreiserhöhung nicht an ihm läge, sondern an der Brauerei, die den Mindestverkaufspreis erhöht hat. Und zwar, um nicht in den Verruf zu kommen, Billigbierhersteller zu sein. Jawohl Bier schmeckt nämlich meistens gleich in Duetschland, schon weil wegen dem Reinheitsgebot immer das gleiche Zeug drin ist. Ist aber der Preis zu niedrig, meint jeder, das Bier wäre schlecht und kauft es nur noch für 99c die Dose bei Aldi. Ist das Bier teuer, meint jeder es sei qualitativ besser und die Verkaufszahlen steigen.
Als weiteres Beispiel für den Erfolg dieses Ansatzes ist mir dann spontan auch noch Apple eingefallen und der Metzger im real,- .
Das ist es also:
Wahrscheinlich habe ich mich bisher einfach zu billig verkauft. Erst letztens habe ich mich mit einem anderen Freund darüber ausgetauscht, daß es sich eventuell doch nicht anbietet, über Blindbewerbungen immer "Ich mache alles und das für jeden Preis" zu schreiben. Vieleicht sollte ich von Anfang an offensiver rangehen. Gleich mit Forderungen kommen, damit den Arbeitgeber bewußt wird, daß er Qualität kauft, wenn er mich nimmt.
Dem Getränkehändler habe ich, wo wir schon dabei waren, gesagt, daß ich die Qualität des Kistenschleppens in Zukunft deutlich zu steigern gedenke.
Vieleicht sollte ich aber euch einfach in die Bierproduktion einsteigen...

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