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Dienstag, Januar 14, 2003
 
Bagdad ist unser!

Hat es den Amerikanern schon jemand gesagt? Alles erledigt von unserem Kanzler, der es zwischen eidestattlichen Versicherungsterminen für Haarfarben und Ehestreitigkeiten geschafft hat, sein bestes Pferd im Stall in den Irak einzuschleusen. Fischer? Struck? Scharping-Pilati am Ende?
Nein, diese Aufgabe erfordert einen Mann, hart, mit allen Wassern gewaschen, vom Leben gegerbt. Mit einem Wort 00Wecker.
Jaja, lange Jahre unter der Tarnung "Liedermacher" unaufällig aufgebaut, mit den wichtigen Persönlichkeiten der Halbwelt aus Knastzeiten bekannt, und mit eingehenden Betäubungsmittelkenntnissen ausgestattet kann dieser Spitzenagent als wahre Meeisterleistung des BND angesehen werden. Herzlichen Glückwunsch dafür nach Pullach im schönen Isartal!
Wie "Nase Konstantin", wie er liebevoll von seinen Bewunderern genannt wird, heute morgen in einem Radiointerview verlauten lassen hat, gedenkt er, das politische System des Iraks durch das Absingen von Liedern zu stürzen. "Ich will die Leute betroffen machen", so Wecker in dem Interview.
Er wäre aber nicht die Krone unseres Geheimdienstes, wenn das alles wäre. Mittlerweile bestätigten Gerüchten zufolge wurde gestern eine größere Gruppe Hussein-Doppelgänger mit pulvergefüllten Tüten beim Überqueren der jordanischen Grenze gesichtet. Sie wollten, so die Doppelgänger, eine Künstlerkolonie auf den Golanhöhen gründen und in Zukunft für freies Kokain und freie Liebe eintreten.
Wie jetzt über Al Jazeehra bekannt wurde, verhandelt der Diktator selbst mit Afghanischen Warlords über den Kauf einer Mohnfarm im afghanischen Hinterland. Der arabische Sender zeigt ein offensichtlich authentisches Video, auf dem Hussein mit verträumten Blick verspricht er wolle "den schwarzen Afghanen wieder zu dem machen was er mal war - Qualität". Die Identität des auf dem Video kurz im Hintergrund sichtbaren Klavierspielers konnte nicht zweifelsfrei festgestellt werden. Wir indessen ahnen, wer da erfolgreich in die Tasten greift.
Neue Aufträge für 00Wecker gibt es zuhauf, der nächste, hört man, soll ihn nach Washington führen, wo er bei George, Donald und Condolezza für "good vibrations" sorgen soll. Der Kanzler persönlich hat an dieser Mission ein besonderes Interesse: "dann wird der George mal bisschen lockerer im Schritt", so der Kanzler.
Sprachs und ging mit einer Packung "diamond black" ins Kanzlerbad. Ich will aber nichts gesagt haben.

P.S.: "Schwach!" wollte ich noch kurz ausrufen, bevor ich das hier abschicke und nichtmehr korrigieren darf, weil sonst der blog-reader von chris zweimal neues meldet, obwohls nur einmal neues gibt. Ein Tag vorbei und keine Fehler sind gefunden worden - anscheinend lesen hier doch nur bots mit.
Besonders wollte ich in diesem Zusammenhang mal den bot aus Belgien grüßen und mich fürs tägliche Lesen bedanken! Auch allen anderen bots, die mit mir die ersten 50 Tage überstanden haben vielen Dank! Ich bin immernoch zutiefst erstaunt, daß das was ich hier schreibe außer mir noch jemand liest ;-)

Geschriebenes ist wie mir scheint
weil es geschrieben ist auch wichtig
das ists wohl was der Leser meint
bin ich der Schreiber ists auch richtig.


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