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Mittwoch, Mai 07, 2003
 
Jetzt ist gut.


Der Fahrer der S-Bahn hat heute in Herrenberg gewartet, bis die Ammertelbahn da war, alle Leute die Unterführung passiert hatten und vor den Türen standen. Die Türen hat er aber listigerweise arretiert, dann noch zwei Minuten gewartet und ist dann vor versammelter Menge losgefahen. Seine Verbündeten im Bahnhof hatten in alter Beamtenmanier keine Ahnung, waren nicht zuständig und haben sich gegen Angriffe verwahrt. Auf die Idee, sich mal zu entschuldigen, eventuell ein Versöhnungsangebot in Form von Gutscheinen rauszurücken oder zumindest Besserung zu geloben, kommt keiner.
Seither frage ich mich, weshalb man in Deutschland mit der Masche durchkommt. Wenn ich nachher im Zug eine Scheibe eintrete oder einen Sitz aufschlitze bin ich mir sicher daß der Schaffner eingreift, ohne vorher im Rahmen einer aufwendigen Zuständigkeitsprüfung festzustellen, ob er dazu verpflichtet ist. Ich hätte auch noch nie gehört, daß sich Bahner geweigert hätten aufgrund von Zuständigkeitskonflikten Geld von mir zu nehmen. Als mir einmal ganze fünf Euro zuwenig abverlangt worden sind ist die Zuwenigverlangende mir sogar, obwohl ich schon auf dem Bahnsteig war, hinterhergerannt.
Ab heute hört das auf. Bahnbeamte (und -angestellte) können mit keiner Gnade mehr rechnen. Ab heute nennt mir jeder Schaffner die Rechtsgrundlage für seine Kontrolle und wenn jemand angeblich nicht zuständig ist, frage ich beim Vorgesetzten nach. Wer nicht hören will muß arbeiten.
Ich glaube zwar nicht, daß es was hilft, aber immerhin fühle ich mich schon ob der Ankündigung besser.

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