AllButMe.com

Freitag, Januar 10, 2003
 
mana mana dubduuu didubub!


...anscheinend habe ich mit meinen Ausführungen zum Supply Chain Management voll den Ton der New Economy getroffen. Jedenfalls ist gerade eine Einladung zum Vorstellungsgespräch ins Haus geflattert. Nun denn. so muß ich wohl die Klinge wetzen und das Kampfross satteln.
Jung ist der Tag, blutig die Schlacht und süß der Lohn, wenn wir lebend den Abend sehen!


Donnerstag, Januar 09, 2003
 
alles eine Frage des Preises

Deshalb also wird alles dauernd teurer. höhere Rohstoffpreise? gestiegene Löhne? Weit gefehlt!
Die Preise werden erhöht, damit die Qualität steigt. Sonst wegen nix. Das hat mir mein Freund, der Getränkehändler, heute morgen erklärt. Anlass war, daß wir gemeinsam ein paar Kisten Alpiersbacher in den Keller einer älteren Frau geschleppt hatten, und als ich gerade die Treppe hochkam, kassierte er einen Euro mehr pro Kiste als im alten Jahr. Auf meine Beschwerde hin hat er mir erklärt, daß die Bierpreiserhöhung nicht an ihm läge, sondern an der Brauerei, die den Mindestverkaufspreis erhöht hat. Und zwar, um nicht in den Verruf zu kommen, Billigbierhersteller zu sein. Jawohl Bier schmeckt nämlich meistens gleich in Duetschland, schon weil wegen dem Reinheitsgebot immer das gleiche Zeug drin ist. Ist aber der Preis zu niedrig, meint jeder, das Bier wäre schlecht und kauft es nur noch für 99c die Dose bei Aldi. Ist das Bier teuer, meint jeder es sei qualitativ besser und die Verkaufszahlen steigen.
Als weiteres Beispiel für den Erfolg dieses Ansatzes ist mir dann spontan auch noch Apple eingefallen und der Metzger im real,- .
Das ist es also:
Wahrscheinlich habe ich mich bisher einfach zu billig verkauft. Erst letztens habe ich mich mit einem anderen Freund darüber ausgetauscht, daß es sich eventuell doch nicht anbietet, über Blindbewerbungen immer "Ich mache alles und das für jeden Preis" zu schreiben. Vieleicht sollte ich von Anfang an offensiver rangehen. Gleich mit Forderungen kommen, damit den Arbeitgeber bewußt wird, daß er Qualität kauft, wenn er mich nimmt.
Dem Getränkehändler habe ich, wo wir schon dabei waren, gesagt, daß ich die Qualität des Kistenschleppens in Zukunft deutlich zu steigern gedenke.
Vieleicht sollte ich aber euch einfach in die Bierproduktion einsteigen...


Dienstag, Januar 07, 2003
 
...und schon das erste Schneeopfer:


leider muss ich die Keynote von Steve Jobs auf der Macworld in San Francisco alleine anschauen, weil Chris und Judith, bzw. ihre Sommerreifen vor dem Schnee kapituliert haben. Ich bin ja mal gespannt, was Jobs zu verkünden hat. Ich wäre fast selbst Mac-User geworden, abgehalten haben mich von diesem kühnen Vorhaben indes die Apple Care Hotline und die Firma Gravis in Stuttgart. Bei Apple Care hatte ich angerufen, weil das Diskettenlaufwerk meiner Chefin nicht richtig funktionierte. Darauf hin haben mir die Jungs erklärt, daß Diskettenlaufwerke (wörtliches Zitat) "yesterday´s technology" wären, weshalb sie "sometimes breakdowns" hätten. Sonstige Ideen hatten sie nicht und wollten auch nicht meiner Chefin anrufen und es ihr selbst erklären. Die Jungs von der Firma Gravis sind auch schlaue Bürschchen. Sie haben mir für einen Reparaturkostenvoranschlag 59 Euro abgeknöpft, was ja grundsätzlich ok ist. In dem Kostenvoranschlag stand aber nur drin, daß es bei Apple eine Reparaturkostenpauschale (O-Ton: "Reparaturflatrate") von 500 Euro gäbe, weshalb die Reparaturkosten 500 Euro betrügen. Erst ein Hinweis auf die Prozeßkostenflatrate meines Anwalts und die Bußgeldflatrate der Staatsanwaltschaft führte dazu, daß man auf die Kosten für den Kostenvoranschlag "kulanterweise" verzichtete.
Möglicherweise sind Macs ja "nice to challenged people" . Bei mir haben sie sich als nicht besonders gut für den Blutdruck erwiesen.
Besonders abschreckend finde ich auch die Jungs und Mädels die uns allen den Wechsel zu Apple schmackhaft machen sollen. Nehmen wir etwa Janie Porche, die es mittlerweile immerhin auf 568 Google Resultatebringt:
1) Ihr Vater ist zu blöd, seine Digitalkamera zu bedienen.
2) Das Familienglück in dieser Familie ist dadurch bedroht, obwohl die Kinder (-> Jamie Porche) erwachsen sind (!).
3) Anstatt dafür zu sorgen daß der Pappa auch in Zukunft Bilder runterladen kann, schließt sie das Ding an Ihren Computer an. Resultat: Wenn die kleine Jamie wieder weg ist sitzt Pappa auf dem Trockenen.
Man könnte auf die Idee kommen, daß die Kernaussage dieser Werbung ist, daß dumme Blonde aus soziopathischen Familienverhältnissen Apple Computer kaufen und dadurch sogar Geek-Pinup werden können, aber soweit will ich garnicht gehen und lasse es mit einem satten "seltsam seltsam" bewenden.

Um gerecht zu sein muß man nach solcherlei Kritik sowieso immer wieder auf bleibende Wahrheiten verweisen, die unter anderem hier zu finden sind.


 
Quod erat demonstrandum:

Seit gestern abend schneit es hier an einer Tour. Das Mülleimer-an-die-Straße-vorfahren hatte heute morgen was von Rally Monte Carlo. Der Bauer hat auch schon seinen größten Traktor aus der Scheune geholt und heizt begeistert durch den Tiefschnee auf dem Acker vor dem Haus. Und meine Kusine produziert wie ich sie kenne heimlich Schneeengel im Garten. Es schneit!!
Offensichtlich lohnt es sich, nett zu sein.


Sonntag, Januar 05, 2003
 
Zur Absicherung der Wetterlage...


...für den Fall, daß morgen das Wetter aus Südost kommt:

[Schüttelreim]
Man soll Gott für alles danken,
auch für Bayern und für Franken.
Ich kann wirklich alle leiden,
wenn den Regen sie vermeiden.
[/Schüttelreim]


 
Der Schnee hat versagt,


wenigstens bisher. Vermutlich habe ich gestern zu sehr über Mitbüger aus nördlicheren und östlicheren Teilen des Landes gelästert und das ist jetzt die Rache des Nordostens. Das Wetter kommt nämlich heute auch aus Nordost - Ein Zufall? Ich kanns kaum glauben: Saukalt, es schneit (Appetit anregen!), und dann aber nur ein paar jämmerliche Flocken (praktisch die Wurst vor der Nase baumeln lassen). Es reicht nichtmal um die Furche abzudecken, die ich gestern dank eines etwas zu entschlossenen Gasfußes neben der Garageneifahrt in den Rasen gezogen habe, und das obwohl im Wetterbericht "ergiebige Schneefälle" angesagt waren.

Laut dem Barometer, das wir zu Weihnachten bekommen haben müßte dagegen eigentlich schon längst die Sonne scheinen, wenigstens wenn ich den Auslegungsregeln meiner Schwiegermutter folge. Eins habe ich laut meiner Frau schon von ihr gelernt: Ich klopfe angeblich auch "bei jeder Gelegenheit wie ein Irrer" dagegen.
Ich bin sicher, es schneit es östlich von uns meterweise den feinsten Pulverschnee hin, und südlich, wo meine Schwiegermamma wohnt, scheint die Sonne.
Nur bei uns auf dem Hof gibts Bewölkung mit Versagerschnee und Eiseskälte.
In Zukunft lasse ich mich im Baumarkt nur noch von Franken und Bayern bedienen und ich habe auch schon die neue Zärtlichkeit am Thermometer entdeckt -
Ergo: Morgen fallen bei strahlendem Sonnenschein Tonnen von Schnee, oder so.