AllButMe.com

Freitag, Februar 28, 2003
 
heute Frisörman


Scharfe Scheren
flinke Messer
lang ist gut
doch kurz ist besser

Ohren frei
und hinten rund
je nach Mode
auch noch bunt

Angstvoll
laß ich sie gewähren
kann mich
effektiv nicht wehren

hoff das Beste
für meine Ohren
seh mich schon
häßlich und kahlgeschoren

Danke glücklich
ob des Resultates:
Immerhin -
Ohren und Haarstoppel hat es.

Ehrlich wahr,
Nichts hass ich mehr
Als den Gang
zu meinem Frisör



 
Er ist da! Ich glaub es nicht, er ist da!


Es ist nicht zu fassen, daß es Fedex geschafft hat, den Akku für Woz allen Ernstes innerhalb von fünf Sunden vom Franfurter Flughafen hier auf den Bauernhof zu bringen. Insgesamt hat mich die Reparatur jetzt knapp 160€ und schwitzige Hände beim Tastatureinbau gekostet.
Deshalb möchte ich hier nochmal ein lautes Pfui! an Herrn Faulhaber (der Name ist offensichtlich Programm) von Gravis Stuttgart, Apple Deutschland und die Reparaturflatrate loswerden. Nachdem der Originalbeitrag zu diesem Thema vom 7.12.2002 auf wundersame Weise verschwunden ist, möchte ich nochmal kurz umreißen was damals los war und poste hier nochmal den Text des Beitrags, denn ich auf meiner Platte doch noch aufgetrieben habe:

"[1/7/2003 4:10:27 PM | Ulrich Bubeck]
...und schon das erste Schneeopfer:


leider muss ich die Keynote von Steve Jobs auf der Macworld in San Francisco alleine anschauen, weil Chris und Judith, bzw. ihre Sommerreifen vor dem Schnee kapituliert haben. Ich bin ja mal gespannt, was Jobs zu verkünden hat. Ich wäre fast selbst Mac-User geworden, abgehalten haben mich von diesem kühnen Vorhaben indes die Apple Care Hotline und die Firma Gravis in Stuttgart. Bei Apple Care hatte ich angerufen, weil das Diskettenlaufwerk meiner Chefin nicht richtig funktionierte. Darauf hin haben mir die Jungs erklärt, daß Diskettenlaufwerke (wörtliches Zitat) "yesterday´s technology" wären, weshalb sie "sometimes breakdowns" hätten. Sonstige Ideen hatten sie nicht und wollten auch nicht meiner Chefin anrufen und es ihr selbst erklären. Die Jungs von der Firma Gravis sind auch schlaue Bürschchen. Sie haben mir für einen Reparaturkostenvoranschlag 59 Euro abgeknöpft, was ja grundsätzlich ok ist. In dem Kostenvoranschlag stand aber nur drin, daß es bei Apple eine Reparaturkostenpauschale (O-Ton: "Reparaturflatrate") von 500 Euro gäbe, weshalb die Reparaturkosten 500 Euro betrügen. Erst ein Hinweis auf die Prozeßkostenflatrate meines Anwalts und die Bußgeldflatrate der Staatsanwaltschaft führte dazu, daß man auf die Kosten für den Kostenvoranschlag "kulanterweise" verzichtete.
Möglicherweise sind Macs ja "nice to challenged people" . Bei mir haben sie sich als nicht besonders gut für den Blutdruck erwiesen.
Besonders abschreckend finde ich auch die Jungs und Mädels die uns allen den Wechsel zu Apple schmackhaft machen sollen. Nehmen wir etwa Janie Porche, die es mittlerweile immerhin auf 568 Google Resultate bringt:
1) Ihr Vater ist zu blöd, seine Digitalkamera zu bedienen.
2) Das Familienglück in dieser Familie ist dadurch bedroht, obwohl die Kinder (-> Jamie Porche) erwachsen sind (!).
3) Anstatt dafür zu sorgen daß der Pappa auch in Zukunft Bilder runterladen kann, schließt sie das Ding an Ihren Computer an. Resultat: Wenn die kleine Jamie wieder weg ist sitzt Pappa auf dem Trockenen.
Man könnte auf die Idee kommen, daß die Kernaussage dieser Werbung ist, daß dumme Blonde aus soziopathischen Familienverhältnissen Apple Computer kaufen und dadurch sogar Geek-Pinup werden können, aber soweit will ich garnicht gehen und lasse es mit einem satten "seltsam seltsam" bewenden.

Um gerecht zu sein muß man nach solcherlei Kritik sowieso immer wieder auf bleibende Wahrheiten verweisen, die unter anderem hier zu finden sind."


Elefanten und dicke Schwaben vergessen nie! Merkt Euch das bei Apple!



 
the eagle has landed,


und hat die erste Begegnung mit der deutschen (Zoll-)verwaltung offensichtlich gut überstanden:

Package status/FRANKFURT DE 02/28/2003 05:55
Package status/FRANKFURT DE 02/28/2003 01:04 Released for Delivery
Package status/FRANKFURT DE 02/28/2003 00:59 Package available for clearance

Nur schade, dass Fedex nicht Samstags liefert...


Donnerstag, Februar 27, 2003
 
Auch eine Amerikareise:


Der neue Akku für Woz Wallstreet kurvt gerade in den Staaten rum:

Left FedEx Sort Facility/INDIANAPOLIS IN 02/27/2003 05:22 had to go after crashing Al Unser´s race car
Left FedEx Sort Facility/MEMPHIS TN 02/27/2003 00:46 Country music sucks!
Held at Sort Facility/MEMPHIS TN 02/26/2003 16:18 sang some country tunes and played banjo
Held at Sort Facility/MEMPHIS TN 02/26/2003 15:35 discussed Peace with Mr. Gore
Arrived at Sort Facility/MEMPHIS TN 02/26/2003 13:50 got the music at Graceland
Left FedEx Ramp/PHOENIX AZ 02/26/2003 07:14 heard that Woz is a bit younger...
Package status/PHOENIX AZ 02/25/2003 23:22 Package in FedEx location: 70+ party tonight!
Arrived at FedEx Ramp/PHOENIX AZ 02/25/2003 19:58 lots of chicks >70 around here!
Left FedEx Origin Location/TEMPE AZ 02/25/2003 19:42 because no alcohol was allowed there
Picked up by FedEx/TEMPE AZ 02/25/2003 15:32 let´s go and get the groove in Germany!

Von Arizona über Tennesee nach Indiana ist ja schon eine ganz schöne Fahrt. Ich hoffe nur, daß der weitere Weg nicht über Texas (Hinrichtungsgefahr) oder Guantanamo Bay (Knast ohne Prozess) führt, und ich das gute Stück bald in Händen halte, damit Woz endlich auch mobil seinen Dienst tuen kann.
Ich persönlich hätte ja von Phoenix aus wenigstens noch Las Vegas mitgenommen...


 
Kontrastprogramm


Als ich gestern zum Schwimmen gefahren bin, musste ich auf dem Weg vom Haus zur Straße anhalten, weil eine Herde Rehe den Weg überquerte. Es war fast unwirklich, außer dem Motor war nichts zu hören, als aus der Schwärze außerhalb der Scheinwerferkegel zwei Böcke und sechs Ricken (so heißen sie, die Damen, oder?) auftauchten, und auf der anderen Seite wieder ins Dunkel verschwanden.
Als ich später heimkam, waren sie noch ganz in der Nähe, in einer Mulde im großen Feld links von der Straße blitzten ihre Augen im Fernlicht auf.
Wenn ich die Rehe sehe, auch die Eulen, die oben in der Scheune wohnen, und den Milan, der öfter über dem Hof kreist, oder die Sonne morgends langsam über Gomaringen aufgeht, dann habe ich immer das Gefühl, daß es noch Sachen gibt, die in Ordnung sind.
Wenigstens bis ich die Nachrichten einschalte.


Mittwoch, Februar 26, 2003
 
Mein Zahnarzt und Herr Bush


Völlig überraschend und unerwartet hat mein Zahnarzt, nachdem er mir das Röntgen meines Kiefers aufgeschwatzt hat, natürlich ein, wie er mehrfach sagte, "kleines Loch im Backenzahn" gefunden.
So durfte ich heute nochmal erscheinen, um mir erklären zu lassen, daß er eine Kunststofffüllung empfiehlt, an der ich 50¤ selber zahlen muss, da die Materialkosten nicht von der Krankenkasse übernommen würden. Die Behandlung wäre dafür erfreulich kurz und die Füllung haltbarer. Bevor er sich dann seinem Bohrer gewidmet hat, folgte ein Lamennto über die Einkommenssituation von Zahnärzten, die mich fast zu einer spontanen Kleingeldspende getrieben hätte.
Von Sorgen über den Allgemeinzustand und die Handlungsfähigkeit einer so gebeutelten Person will ich garnicht sprechen, ich habe auch nicht nachgefragt, da es sich bei Leuten mit Bohrern in der Hand nicht anbietet, dumme Fragen zu stellen.
So hätte ich durchaus die Praxis kampfbereit für die Sache der Zahnärzte verlassen, wenn der Gute mir nicht dauernd mit seiner zweieinhalbtausend Euro teuren neuen Uhr vor der Nase rumgewedelt hätte und mir nach einer Viertelstunde nicht eine Rechnung überreicht hätte, auf der ganze sechs Euro Materialkosten, aber 180 Euro für die Kasse und 44 Euro für mich an Arbeitslohn für ihn aufgefürt waren. Das "kleine Loch" war übrigends auf der Rechnung als "besonders tiefe Kavität" aufgeführt.
Es hat mich das gleiche Gefühl beschlichen, das mich immer beschleicht, wenn ich Herrn Bush im Fernsehen sehe:
Nämlich, daß es sich nicht anbietet, so zu tun als sei man moralisch im Recht, wenn soieso offensichtlich und für jeden erkennbar ist, daß das nur vorgeschoben ist.
Ärgerlich ist nur, daß man troty guter Argumente gegen einen Angeber mit Bohrer und einen Angeber mit einer überlegenen Armee nicht viel machen kann. Außerdem, wer ist schon scharf darauf Karies oder Saddam Hussein weiter an der Backe zu haben. Im einen Fall stinkt auf Dauer der Mund, im anderen Fall die eigene Moral.
Da bleibt nur die Hoffnung, daß es irgendwann einen moralischen amerikanischen Präsidenten und einen ehrlichen Zahnarzt gibt.
Höre ich da jemand lachen?


Dienstag, Februar 25, 2003
 
Nach anfänglichen...


Zählproblemen habe ich eine Zehnfingersystemlernsoftware gefunden, die auf Windows und MacOS gleichermaßen läuft und auch schon mit üben angefangen:

das ölfass lass das fass jakass!


 
kritische Operationen

Damit alle meine Rechner und das weltweite Netz zusammenarbeiten muss ich diese Woche noch:

- Rausfinden, weshalb Pinguin Kramer momentan keine IP-Adressen rausrückt
- Pinguin George endlich als Datei- und Druckservierer fuer Fenster-Berta und Woz Wallstreet einrichten
- Woz braucht auch noch eine neue Batterie und eine USB-Karte, und wenn ich Geld habe bekommt er auch noch einen Feuerdraht, damit Apfelfreund ipod nichtmehr zu Berta zum aufladen muss.
- Wenn Kramer dann auch noch drahtlos serviert, könnte Woz auch noch eine Lufthafenkarte vertragen.

Und dann kann ich entscheiden, ob ich noch Geld für einen Englischkurs habe.


 
as seen on tv


Langlaufen ist wesentlich interessanter, wenn man zuschaut.


 
Frauen faszinieren mich [3]


Die Verkäuferin im lokalen Sportfachgeschäft auf die Frage, was denn an dem Frauenski besser ist, der 100¤ teurer ist als der Herrenski der gleichen Modelllinie:
"Also als Erstes hat der Hersteller da die Bindung und den Ski farblich aufeinander abgestimmt. Und dann bekommen Sie natürlich auch die passenden Skistiefel dazu."


Montag, Februar 24, 2003
 
kaum hat man einen Job,

wollen einen alle anderen auch. Selbst meine Freunde vom Arbeitsamt haben sich noch einen Job aus den Rippen geschnitten. Witzigerweise wäre die Stelle bei meiner ehemaligen Fakultät, wo sich - ich hätte es nicht vermutet - wenig geändert hat. Man bietet viel Ehre und wenig Geld.
Es war mir ein äußerstes Vergnügen einem Professor, der mich mal als Hiwi abgelehnt hat, abzutelefonieren.
Trost für die Armen: Wie wir Experten wissen, kann man ein paar Windows-Server auch als Laie locker selber administrieren, bis man jemand neues hat. So dringend kanns also garnicht sein mit der Suche.

Husch, daß mir keiner das hohe Roß erschreckt, auf dem ich sitze! Nur noch fünf Minuten, dann verspreche ich zum Zwecke der Demut und Mäßigung kurz an mein Gehalt zu denken!


 
Unwichtige Fragen und ihre Antworten


Dreieinhalb Tage ohne Internet und Fernseher haben unglaublicherweise kein wesentliches Informationsdefizit hinterlassen. Man ahnt immernoch, daß die USA den Irak zu erobern gedenken, außer dem Spiegel weiß aber niemand sicher, was Sache ist. Die amerikanische Computerszene rätselt derweil, warum Blogger von Google gekauft worden ist, eine Frage, die in etwa den Wichtigkeitsgehalt sprichwörtlicher chinesischer Reissäcke hat, und das sage ich obwohl ich Blogger benutze.
Die wichtigen Fragen stellt keiner: So kann Google nicht beantworten, weshalb ich hier am Schreibtisch sitzen muss. Auch ein weiterer Versuch, wirklich Lebenswichtiges per Suchmaschine zu ergründen, führt zu keinem Ergebnis.

Auch mal nett, nichts gehört, aber das Wesentliche gewußt zu haben.








Sonntag, Februar 23, 2003
 
Liebe Bleichgesichter,



[02/23/03 - give me wings]



wer diese Woche nicht in den Bergen war, hat was versäumt. Das sage ich mit heilen Knochen, schmerzenden Oberschenkeln, verbranntem Gesicht und immernoch qualmenden Skistiefeln.



Mittwoch, Februar 19, 2003
 
gone skiing


Bei dem Wetter kann man nicht anders!!
Schreibfehler und aehnliches gibts wieder ab Montag, da meine Ski (noch) nicht online faehig sind!

Bis dahin koennte mal jemand einen Namen fuer [noname] Wallstreet finden. Waltraud ist uebrigends schon aus dem Rennen, das wollte ich nur allen Freunden der Aliteration schonmal sagen.
Leuten die meinen, ich haette im Krankenhaus mehr Zeit, an diesem Blog zu schreiben, moechte ich noch ein kurzes "Pfui!" zurufen, und schon richtet sich die Motorhaube gen Sueden!

Have fun guys!


 
Wir gratulieren


Meine Frau Mamma hat Mut bewiesen und sich am vergangenen Samstag zum ersten Mal getraut alleine eine Autowaschanlage zu benutzen. Damit hat sie den Mutrekord meiner Oma, die mit knapp sechzig und gegen alle Unkenrufe den Fuehrerschein gemacht hat, zwar nicht eingestellt, ist aber auf meiner All-Times-Champions-Liste deutlich nach vorne gerueckt.
Wer ueber solche Rekorde lacht, sei an all die Maenner erinnert, die sich an Buegeleisen ohne Fremdeinwirkung ernsthaft verletzt haben, oder beim Putzen von der Leiter gefallen sind.

You can do it Mamma!


 
Frauen faszinieren mich [2]

Gestern hat eine gute Freundin ueber die erste Fahrt im neuen Auto mit Navigationssystem erzaehlt:

"...hab ich gedacht ich lass mich von dem Ding von Tuebingen nach Stuttart zum Rotebuehlplatz leiten. Zwischendrin bin ich noch kurz zu meiner Bank abgebogen. Da tut das Ding wie die Sau und schreit man soll umdrehen.
Aber im Gegensatz zu meinem Mann hoert es relativ schnell wieder auf und findet trotzdem da hin wo man hin will."


 
Forschungsergebnisse


Ich bin mir uebrigends mittlerweile sicher, dass [noname] Wallstreet eine Frau ist. Sie sagt bei jedem technischen Problem als erstes "It's not my fault" und erzaehlt auf Anfrage nur anstaendige Witze. Offensichtlich ist ihr diese Website auch noch nicht bekannt.


 
just for zouhuhudubidu....


...liebe Martina, habe ich aus der Geisel eine Geissel gemacht, und auf dass ich keine solche der deutschen Sprache sei. Geissel, nicht Martina.


Dienstag, Februar 18, 2003
 
just for youhuhudubidu...


...liebe

19:37
 
...and some things never change.


Ich kann mich - lang ists her - noch gut an die Zeiten erinnern, als man als interessierter Erdkundeelve die Qualitaeten eines Filmes des FWU-Institutes fuer Film und Wissenschaft im Unterricht zu schaetzen wusste, besonders, wenn der Lehrer schon am Einfaedeln des Films in den Projektor mehrfach spektakulaer scheiterte.
Zur Legende wurden auch der vor aller Augen in Riesenblasen schmelzende Londoner Bobby, als mein seliger Englischlehrer vergessen hatte, am Projektor den separat zuschlatbaren Gluehbirnenluefter zuzuschalten.
Kostenpunkt: ein Bauer-Projektor und ein FWU-Film ueber London.
Erinnerungen: unbezahlbar.
Spaeter erlangte mein, mittlerweile allgemein als "Videoerner" bekannter Erdkundelehrer eine gewisse Beruehmtheit, weil er unterhaltsam wie kein anderer an der Bedienung von Videorecordern scheitern konnte. Als Resultat konnte ich in Psychologiekursen an der Uni bei der Behandlung von durch Stress verursachten Agressionen un d Gewalt gegen Sachen wertvolle Beitraege aus der Praxis beisteuern.
Auch die Erfindung des Tageslichtprojektors hat sich als wahre Geissel der Menschheit erwiesen. So hat mein Staatsrechtproffessor einst erst nach etwa einer halben Stunde bemerkt, dass unsere Verfassung nicht auf arabisch geschrieben ist sondern er die Folie seitenverkehrt aufgelegt hatte.
Beruehmt auch ein Zivilrechtler, bei dem die Argumente fuer abweichende Auffassungen immer knapp im nichtsichtbaren Bereich der Folie positioniert waren, oder der Kirchenrechtler der seine bereits niedergeschriebenen bleibenden Wahrheiten beim Weiterschreiben mit dem Handruecken verwischte.
Ich bin froh, dass Technik und Design es auch heutzutage schaffen, dem Vortragenden einfach zu bedienende, robuste Geraete an die Hand zu geben, mit denen er sein Referat gebuehrend praesentieren kann.
Gestern durfte ich eine halbe Stunde zuschauen, wie jemand versucht hat, einen Beamer zum laufen zu bringen.
Es war genauso amuesant, wie einstmals in Erdkunde.


 
Kurzmeldung


Ich wollte nur kurz sagen: Es gibt mich noch!
Gestern war mein erster Arbeitstag, da bin ich nicht zum schreiben gekommen. Aber heute geht's weiter!


Sonntag, Februar 16, 2003
 
Ich weiss nicht wo mein Platz ist,

aber sicher nicht da, wo sich alle einig, die Probleme klar, die Feinde bekannt und die Loesungen einfach sind.


 
know your friends [2]


Der franzoesische Konzern Elf/Fina hat im Irak bestehende Ausbeutungsvertraege, die hinfaellig waeren im Falle einer amerikanischen Invasion.

Russland ist traditionell wichtiger Ruestungs- und Technologielieferant fuer den Irak.

To know where moral comes from follow the money.



Samstag, Februar 15, 2003
 
Erfolgreich Krieg verhindert wurde z.B. gegen

das 3. Reich nach der Machtergreifung. ca. 6 Mio. Tote
Stalins UdSSR. ca. 6 Mio
den Sudan. Er gilt als Land, in dem es noch Sklavenhandel gibt. mehrere hundertausend Tote durch die Verfolgung der suedsudanesischen chistlichen und naturreligioesen Minderheiten.
Die Serben vor den Massakern gegen ethnische Minderheiten.
Die Chinesen, als sie Nepal erobert haben.
Zimbabwe, wo weisse Farmer umgebracht werden.
Palaestina, wo Menschen sich mit Billigung ihrer Regierung als lebende Bomben ausruesten lassen, und dann Zivilisten, das meint Kinder, Passanten, Zufallsbegegnungen, in die Luft sprengen.
Israel, das sich gegenueber den Palaestinensern rassistisch und ungerecht verhaelt.




 
know your friends


Herr Asis, Stellvertreter von Herrn Hussein, hat sich auf einer Pressekonferenz geweigert, Fragen eines Journalisten zu beantworten, weil dieser ein Israeli ist. Gleichzeitig hat er sich lobend ueber die Demonstrationen gegen einen Krieg im Irak geaeusert, da es sich, so Asis, um einen unmoralischen Feldzug handle, den nur Herr Bush will.



Freitag, Februar 14, 2003
 
Das Glas ist halb voll:


immerhin habe ich den Segel-Teil der Prüfung bestanden. Den Motorteil hätte ich wohl auch bestanden, wenn mir die Tiefe des Bodensees bekannt gewesen wäre - 254m. Hätte mich auch gewundert, wenn ich mal eine Führerscheinprüfung aufs erste Mal bestanden hätte...
Wozu muss man für einen Bootsführerschein bitte die größte Gewässertiefe kennen? Falls man ein Boot in den See setzen will, das mehr als 254 m Tiefgang hat? Gilt der Schein auch für U-Boote?
Naja in vier Wochen sacke ich den zweiten Teil auch noch ein.




 
Pruefungsangst habe ich nicht,


schliesslich bin ich es seit der Grundschule gewoehnt, unvorbereitet zu Pruefungen zu gehen. Durchfallen werde ich trotzdem. Eigentlich sollte man ja denken, dass selbst der Bodensee im Vergleich zur typischen Innenstadtkreuzung relativ unfrequentiert ist. Aber diesen Freiraum braucht man auch, damit man bei Sichtung anderer Boote genuegend Zeit hat, um herauszuarbeiten wer wem ausweichen muss.
Immer, wenn ich bisher von Schiffskollisionen auf hoher See gehoert habe, habe ich diese Nachrichten mit unglaeubigen Staunen aufgenommen - schliesslich sieht man sich ja von weitem. Jetzt ist mir klar, was sich da abspielt: Die Steuermaenner haben sich wohl gesehen, aber die eingehende Analyse, wer denn nun in Luv oder auf Backbordbug ist, und ob vom Winkel her Ueberholen in Frage kommt, hat zu lange gedauert. Resultat: blub blub.
Vermutlich ist Kolumbus nur nach Amerika gekommen, weil er sich aus Angst vor einer Vorfahrtsverletzung nicht getraut hat, zu wenden.

Auch eine neue Erfahrung: Ein geschwaetziges Notebook, dass sich ueber einen lustig macht. Wer die Antwort auf "knock knock" kennt, ist aufgefordert, sie unverzueglich zu melden.
An dieser Stelle moechte ich auch nochmal sagen, dass ich "Bill" als Namen fuer mindestens genauso unaktzeptabel halte wie "George" oder "Gerhard".
Suggestions are still welcome!


 
Kurze Frage an alle Mäcies


Nachdem sich auf dieser Seite immerhin 5% MacOS-User tummeln, moechte ich die mal was fragen:
Wisst ihr eventuell einen Grund, weshalb MacOS9 Äonen fuer die Aufloesung von Webadressen braucht, bzw. auch zum Herstellen von Verbindungen? Das Ganze scheint mir browserunabhaengig zu sein und an meinem Linuxrouter kann es auch nicht liegen, weil die Winkisten auch nicht so lang brauchen.
Ist die Verbindung mal hergestellt geht eigentlich alles ganz fix, und auch Downloads sind nicht langsamer. Nur am Anfang steht halt immer eine Websiteaufrufgedenkminute (Was fuer ein Wort!)

All hints are very welcome!


 
Total im Stress...


und das, obwohl ich noch garnicht mit arbeiten angefangen habe!! Aber es ist schon was dran, Rentner und Arbeitslose stehen am meisten unter Termindruck. Wer das nicht glaubt, der sollte mal morgends kurz nach acht in den hiesigen Supermarkt gehen. So gestresst habe ich die Metzgereifachverkaeuferinnen sonst noch zu keiner Tageszeit gesehen.
Ich dagegen muss heute zur Theoriepruefung fuer den Fuehrerschein. Nauerlich handelt es sich dabei nicht um die Folgen einer Trunkenheitsfahrt, sondern um die Theoriepruefung fuer den Erwerb des Bodenseeschifferpatentes. Will man uebrigends auch noch die sich anschliessende Rheinstrecke von Stein am Rhein bis Schaffhausen befahren, muss man zusaetzlich die Pruefung fuers na? Jawohl fuers Rheinschifferpatent ablegen (und dabei auch noch ernst bleiben!), worauf ich aber verzichte.
Ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass ich durchfalle, nicht nur weil ich backbord und steuerbord immer verwechsle, sondern auch, weil ich bei Kommandos wie "klar bei Vorschot" öfter mit lachen anfange, es nicht einsehe, weshalb man die Nationale zwischen Mai und September schon ab acht morgends hissen darf, im restlichen Jahr aber erst ab neun, und den Unterschied zwischen einer Ketsch und einer Yawl eher unwichtig finde.
Als ich noch in Amerika gewohnt habe, hat uns einer gesagt, es gelte rechts vor links und ansonsten sollen wir so gut es geht keinen Stress mit Schiffen anfangen, die groesser sind als wir. Dann hat er uns das Boot zum Segeln gegeben.
Aber gut, die Amis zetteln dafuer Kriege an, was dazu fuert, dass der Bundestag ueber dazu abgegebene Regierungserklaerungen diskutiert, was im Fernsehen live uebertragen wird, weshalb dann um 10 im Ersten das Grossstadtrevier ausfaellt.
So sind die Amerikaner dafuer verantwortlich, dass ich mal Spass am Segeln hatte, aber auch fuer meine schlechte Laune von Gestern.
Nobody is perfect!


Donnerstag, Februar 13, 2003
 
bleibende Weisheiten


Aus dem Vorbereitungsbuch fuer die Pruefung zum Bodenseeschifferpatent:
"Der Bodensee als Binnengewaesser hat gegenueber den Weltmeeren bescheidene Ausmasse."

Und Maeuse sind kleiner als Elefanten.


 
Mich kann Amerika noch leiden


Jedenfalls ist die Notebooktastatur, die ich letztens bei einem hanebuechenen Versand in Hintercarolina bestellt habe, ordnungsgemaess eingetroffen. Gerade habe ich sie eingebaut und siehe da, schon ist mein erstes Posting auf "Wallstreet", wie der Gute mit Nachnahmen heisst, entstanden.
Einen Vornamen hat er noch nicht, Vorschlaege sind natuerlich herzlich wilkommen, ausser wenn sie "George" oder "Gerhard" lauten.
Als Taufpate habe ich einen auserkoren, der was mit Dickgeborenen zu tun hat.
Say hello to my reborn friend!


 
Ich kann nur jedem, der einen Fernseher in der Nähe hat,


empfehlen, die Bundestagsdebatte zur Regierungserklärung zur Irakkrise anzuschauen, und das nicht nur weil vieleicht später noch jemand erklärt, was unser Kanzler mit einer "asymetrischen Bedrohung" meint. Vieleicht, die Wirkung seiner lila Krawatte auf die Fernsehzuschauer?
Auch lustig: Frau Roth, Exvorsitzende der Grünen, ist seit über einer Stunde alle zwei Minuten dabei zu sehen, wie sie sich beim klatschen in ihrem etwa zwei Meter langen Schal verheddert, und Freund Glos deucht mich heute irgendwie närrisch, weniger im Sinne von verückt, eher als ob er heimlich ein Narrenkappenträger wäre, der aber in der Öffentlichkeit nicht dazu stehen kann.

Der Bundestag ist schon sein Geld wert.


Mittwoch, Februar 12, 2003
 
Frauen faszinieren mich!


Aus einem Bericht von einer Antikriegsdemo:

"Unser "NO WAR"-Schild hatte die gleiche Farbe wie unser
Kinderwagen."


 
positive Verstärkung

Als ich vorher im real,- einkaufen war, habe ich den Haufen mit Tomaten leicht gestreift, worauf hin eine Tomate unter den Obstständer gerollt ist. Ich habe versucht, sie aufzuheben, aber mein Arm war zu kurz. Versuche unerkannt das Terrain zu verlassen wurden durch eine kräftige Verkäuferin zunichte gemacht, die mit in die Hüfte gestemmten Armen vor mir stand.
"Meinen sie, die Tomate kommt da von selber wieder vor?", hat sie grimmigen Blickes gefragt, worauf ich mit einem nüchternen "Nein!" geantwortet habe. "Ja dann meinen Sie ich hol die jetzt da unten vor?", kam darauf promt die Antwort in säuerlichem Tonfall.
Ich hab mein nettestes Lächeln aufgesetzt.
Dann habe ich zu der jungen Dame "vielen Dank, das ist ja nett!" gesagt, ihr freundlich auf die Schulter geklopft und noch ein "in Ihrem Supermarkt fühle ich mich immer gut bedient!" hinterher geschickt, meinen Wagen geschnappt und mich flugs von dannen begeben.
Ich bin auch froh für die Gute, daß ich beschlossen habe, im Weggehen nicht gehört zu haben, was sie zu ihrer Kollegin über die orale Penetration ihres Hinterteils durch Kunden gesagt hat.
Sonst hätte ich womöglich ihren Chef noch in Sachen harter Personalführung positiv verstärken müssen.

Wenn ich nicht schon einen Job hätte müßte ich gerade Einzelhändler werden...


 
Mein Sportlehrer hat versagt

wenigstens darin, mir Kraulschwimmen beizubringen. Interessanter Weise habe ich sogar Noten fürs Kraulschwimmen bekommen, kann mich aber nicht erinnern, diese erfreuliche Technik jemals gelernt zu haben. Aber gut, der eine vergißt wer sein Freund war, der andere vergißt die Bemühungen von Frau von K.. Bei meinem anderen Sportlehrer kann ich mich noch Deals der Marke "Vierer gegen Kooperation" erinnern.
Im Resultat habe ich jedenfalls nicht Kraulschwimmen gelernt, und deshalb jetzt den leicht senilen Bademeister im nachbarörtlichen Hallenbad als Lehrer angeheuert. Ich schreibe leicht senil, weil er mir erstmal Schwimmflügel anlegen wollte, weil er dachte ich wäre Anfänger. Und das, obwohl er mir vorher noch beim Brustschwimmen zugeschaut hat.
Ob die Methode, mich im Folgenden eine Stunde lang von einem akuten Erstickungsanfall in den nächsten zu treiben, einem klareren Geist entsprungen ist, kann ich nicht beurteilen.
Immerhin hat er auch nicht gewußt, wieviel es kostet.


Dienstag, Februar 11, 2003
 
Der Konflikt geht in die heiße Phase,


denn neben 00Wecker greift jetzt auch der heilige Eugen in den Konflikt ein. Als Psychoanalytiker kann er einen unschlagbaren Diskussionsvorteil für sich verbuchen: Er kann immer auf die Kindheit verweisen.
Bush will Krieg führen? Ganz klar bei dem seinem Werdegang. Der Papst glaubt an die jungfräuliche Geburt? Man muss sehen wo er groß geworden und geprägt worden ist. Schröder bestreitet Geliebte und das Färben seines Haares? Zwangsläufig wenn man das familiäre Umfeld betrachtet.
Eigentlich passen Psychoanalytiker und die katholische Kirche ganz gut zusammen. Beide können jede Situation ganz spontan in ihre universale Theorie des Seins einordnen, sind gerne ungnädig mit dem unwissenden Rest der Welt und erteilen je nach Gusto und mit Verweis auf höhere Mächte Absolution, soweit das in Ihrem Ermessen liegt.
Insoweit passen Herr Drewermann und Herr Woytila eigentlich ganz gut zusammen, und gegen den Krieg sind sie ja auch beide, aber Streit haben sie trotzdem. Soviel Starrköpfigkeit sollte eigentlich mit einer Mitgliedschaft bei Dagegen! e.V. belohnt werden.
Nachdem Eugen jetzt im Rennen ist, stellt sich natürlich auch die Frage, wo die anderen bleiben: Man hört noch garnichts von Walter, Günther und Hans. Ich vermute, sie werden demnächst in den Talkshows auftauchen, im besten Fall in der Rolle der alten Säcke von der Muppets-Show.
Bergbauer Messner wurde dagegen von Friedensaktivisten schon in Bagdad gesichtet. Ob er sich dort zusammen mit den Aktivisten als Jubelperser für Herrn Hussein hergeben will, oder nur 00Wecker mit dem Yeti verwechselt hat, ist bislang nicht bekannt.


 
Die richtige Einstellung zum Erfolg

"Wer nicht eine Million Leser erwartet, sollte keine Zeile schreiben."

Goethe (zu Eckermann, 12.5.1825)

Das kann auch nur jemand sagen, der seinen Webspace nicht einem 1&1-Sonderangebot verdankt...


 
Gelöst schläft es sich


wenn man arbeiten darf. In meiner Seelenlandschaft hat sich eine gewisse Güte breit gemacht, die mich sogar die neuen Nachrichten von 00Wecker mit heiterer Gelassenheit nehmen läßt. Irgendwie verstehe ich den Guten ja - ein Bombenkrieg in der Irakisch-Türkischen Grenzregion hätte vermutlich Nachschubprobleme zur Folge!
Wie bitteschön sollen denn die fleißigen iranischen, afghanischen und hinteranatolischen Bauern ihren >Schlafmohn noch auf die europäischen Märkte bringen, wenn alles von AWACS überwacht wird und hinter jedem Bush, Verzeihung, Busch, ein prüder Amerikaner lauert? Womöglich einer, der mit Verbrechern weniger Verständnis hat als Donald?
Zwar ist in den Medien heute ein Papier aus Kreisen des Kanzleramtes aufgetaucht, in dem angedacht wird, die durch den Umzug der Amerikaner nach Polen freiwerdenden Flächen zur Eigenproduktion zu nutzen. Damit könnte der Kriegsbedingte Ausfall aber erst ab der nächsten Ernte kompensiert werden.
Kein Wunder also, daß 00Wecker es da nicht beim Absingen arabischer Friedenslieder beläßt. Unverständlich nur, warum unser Kanzler nicht im Vorfeld die Staatsanwaltschaft informiert hat. Auch unser oberster Spieß, Herr Struck, wußte im Bunker zu Kabul zu 00Weckers Mission nichts zu sagen. Aber kleine Mißverständnisse gehören in Zeiten des Krieges einfach dazu.


Montag, Februar 10, 2003
 
4 Monate, 1 Woche, 2 Tage, 15 Stunden, 44 Minuten, 36 Sekunden


war ich arbeitslos. Die Betonung liegt auf "war".
Ich möchte mich für alle guten Wünsche und alles Daumendrücken hier mal in aller Form bedanken. Denjenigen, zu dem ich vorher am Telefon wohl etwas zu laut gesagt habe, daß ich ihn umhaue, wenn er noch eine Sekunde länger wegen irgendeinem Scheiss meine Telefonleitung blockiert, möchte ich um Entschuldigung bitten. Während Herta nach wie vor nicht am Schreibtisch sitzt sitze ich also bald dahinter, und werde auch noch das erste Mal fürs Schreiben bezahlt. Ich hoffe nur, daß mein neuer Brötchengeber im Gegensatz zu Blogger eine Rechtschreibkorrektur hat.
So let the good times roll!


P.S.: Auch wenn AllButMe.com als ArbeitsBeschaffungsMaßnahme entstanden ist, mache ich es natürlich nicht zu - dazu machts mir selbst zuviel Spaß, und ein paar von Euch Lesern ja offensichtlich auch! Außerdem muß mich ja auch weiterhin jemand auf meine Rechtschreib- und Gramatikfehler hinweisen...


 
ich lasse mich doch...


nicht veräppeln:

"Re. URGENT

Dear Mrs. OMORODION,

thank you for your email. I´m very sorry that your husband has died - as you may know he was a close friend of mine. I met him in a bar in Lagos a few years ago, and we stayed in contact ever since. I´m very sorry to hear he´s dead now and I regard it as a duty of honor, to help you, as you are the widow of this dear friend of mine.
However, to get things going, I guess the best thing would be, if I came to nigeria to discuss, how to go on. As you said you could pay for the expenses, I think the first thing is, to send me an airline ticket to Lagos or some money, so that I can buy the ticket myself.
Please let me know what you´d prefer. If you like me to bring some things for you with me, like chocolate or perfume (I think I remember your husband told me that you prefer Chanel and Toblerone), please let me know and I see what I can do.
I´m looking forward to meet You.

Until then I´m your
Mr. U. Allbutme"

Im dümmsten Fall fliege ich kostenlos nach Lagos...
Wenn nur andere so gewissenhaft Anfragen bearbeiten würden.


 
Ich hab schon...

...mein Auto am Bahnhof abgeholt, meine Ski abgegeben und mich über die neuste Skistiefeltechnik informiert, ein Amazonpaket bei der Postagentur abgeholt, die Spiegelwebsite, den heise-Newsticker sowie die bild-Website (soweit is scho) in ihrer Gänze angeschaut, alle Werbeemails gelesen, und Überlegt, ob ich eine Geschäftsbeziehung mit MRS. EKI OMORODION aus Lagos eingehen soll.
Es hat trotzdem niemand angerufen.
Ich bemühe mich weiter, mich damit abzufinden, daß es nix wird.


 
heute bei...

...Volle Kanne Susanne:
Durchstarten für mehr Gehalt

Daß unser Kanzler immer gerne heimlich Vorschläge zur Weltpolitik macht, um Gerorge, Donald oder Joschka zu ärgern, daran hat man sich ja schon fast gewöhnt, aber daß das ZDF jetzt schon montagmorgends das Programm darauf ausrichtet, mich verrückt zu machen, das finde ich nicht ok.
Dem kann ich nur entgegnen, daß ich sowieso viel lieber Großstadtrevier schaue, auch wenn´s da keinen Koch gibt, der zu oft ins Solarium geht.


 
Was ich heute mache


Ich bringe meine Schi zum richten. Ich sauge die Wohnung. Ich zahle ein paar Rechnungen. Ich mache mit der Vorbereitung der Schulung weiter. Ich koche mal wieder was richtiges. Ich lerne für die Segelschein-Theorieprüfung nächste Woche. Zwischendrin schaue ich die Wochendendzeitungen nach Stellen durch und schicke vieleicht eine Bewerbung weg. Sicher telefoniere ich auch ein paarmal mit meiner Frau. Um dreiviertel Zehn halte ich einen Schwätz mit der Postbotin. Irgendwann muß ich noch mit meinem Vermieter wegen der Heizung reden - aber der tuckert früher oder später sowieso mit seinem Traktor vorbei, dann kann ich ihn abpassen.
Irgendwann heute nachmittag muss ich vermutlich sterben. Immerhin hab ich bis dahin ja noch zwei, drei Sachen vor.


Samstag, Februar 08, 2003
 
Samstagsangsthaber

Just heute morgen habe ich als Reaktion auf das "panische Wochenende" ein email diesen Inhalts in meinem Postfach gefunden:

"Ulrich, hat er gesagt ob sich noch jemand für den Job beworben hat? Die
Warterei ist fast nicht mehr auszuhalten!"

Leider hat er nur gesagt, daß Montag Tag der Entscheidung ist - insofern kann ich nur zustimmen.


Freitag, Februar 07, 2003
 
panisches Wochenende allerseits


Rufe nie Freitags jemand an, der eine für dich wichtige Entscheidung zu treffen hat, es könnte sonst sein, daß er dir sagt, daß er sie definitiv am Montag treffen wird. Damit ist dann die Basis für ein Wochenende voller Leichtigkeit, Entspannung und Unaufgeregtheit geschaffen. Aber was solls - ich hab ja unter der Woche keinen Stress, und wenn es dann am Montag auch nix wird, bin ich immerhin nicht der einzige, der vergeblich gewartet hat.
Ich hoffe nur, daß ich es heute mittag beim Dienst im Saftladen trotzdem beim Verkaufen der Getränke belasse.




Donnerstag, Februar 06, 2003
 
Good evening sun!




[02/06/03 - good evening sun!]


 
Quod erat demonstrandum


Nicht nur Herr Powell kann Beweise vorlegen, daß er Recht hat, nein, ich auch! Schon vor mehr als zwei Wochen hatte ich angekündigt, daß 00Wecker von unserem Kanzler beauftragt wurde, nach erfolgreicher Beendigung seiner Irakmission, in den Vereinigten Staaten für Stimmung zu sorgen. Und siehe da: Nach einer nicht online veröffentlichten Nachricht der Tübinger Tagblatts plant Herr Wecker jetzt, nach New York zu reisen. Ich vermute, daß letzer Auslöser die ungezogenen Äußerungen von Donald waren, wobei ´diesbezüglich im Kanzleramt offensichtlich gelöste Stimmung herrscht, weil man durch diese Zwangsverbrüderung auf eine deutliche Senkung der cubanischen Zigarrenpreise hofft.
Der Plan, so hört man, sei nun, daß 00Wecker in New York Condoleezza Rice zum WeckerGirl macht und Donald und Dick mit Gras im Saunaaufguß versöhnlich stimmt. Währenddessen nimmt unser Kanzler die Zigarren von Neufreund Fidel, und versucht damit Neufreund Gadhafi zu überzeugen, was deshalb einfach sein wird, weil Österreichs bester Mann sich ja auch schon mit ihm getroffen hat.
Dann gewährt Moammar dem Sadam, und vieleicht auch noch dem Jörg Asyl und tritt alle Lybischen Ölquellen an die zuständigen Entscheidungsträger ab. Dann stehen George und Donald dumm da und 00Wecker läßt sich mit unserem Kanzler und Condoleezza an seiner Seite auf dem Siegeswagen durch das Brandenburger Tor chauffieren, vieleicht noch mit einem der acht abtrünnigen europäischen Ministerpräsidenten als Wagenlenker. Eleganter Nebeneffekt: Oskars Mordpläne erweisen sich als unnötig, und auch das Saddameter kann sich wieder beruhigt nach links neigen.
Das macht Hoffnung!


 
Google Polling [Herr Bush] - bei uns steht´s 4:0


Das Web wurde nach "bush is stupid" durchsucht. Resultate 1 - 3 von ungefähr 4
Es wurden keine mit Ihrer Suchanfrage - "bush is intelligent" - übereinstimmenden Dokumente gefunden.


 
Google Polling [Herr Bush]

Das Web wurde nach "bush is stupid" durchsucht. Resultate 1 - 10 von ungefähr 968
Das Web wurde nach "bush is intelligent" durchsucht. Resultate 1 - 10 von ungefähr 107


Mittwoch, Februar 05, 2003
 
bewegende Fragen

Warum ist im Schwimmbad immer Spielnachmittag, wenn ich meinen 2 km-Rekord brechen will?
Warum sagt der Typ im Laden "für Ihren Computer tuns auch die billigen Speichermodule"?
Warum regt sich der Typ, der im absoluten Halteverbot steht, auf, wenn ich dicht auf ihn draufparke?
Ganz Baden-Württemberg ertrinkt laut Radio im Schneechaos. Bei uns hat es auch schon knapp einen cm geschneit. Herrschen hier in den Medien jetzt auch schon amerikanische Zustände?


 
genau überlegt

hätte bei dem Test

sleepy: skyrocking

rauskommen müssen, zumindest heute.
In diesem Sinne: Gute Nacht!



 
immerhin bin ich normal:

Wenigstens wenn man den Ergebnissen dieses Tests trauen darf.

Your Results:
Disorder Rating Information
Paranoid: Low
Schizoid: Low
Schizotypal: Low
Antisocial: Low
Borderline: Low
Histrionic: Low
Narcissistic: Low
Avoidant: Low
Dependent: Low
Obsessive-Compulsive: Low


Wenn ich einen schlechten Tag hätte, würde ich sagen, daß es schon frustrierend ist, daß ich nochnichtmal psychologisch auffällig bin. Wenn ich einen schwarzen Tag hätte würde ich sagen, daß ich noch jeden Test geknackt habe... So be aware: You never know...



Dienstag, Februar 04, 2003
 
Die Vorteile einer Riesenschnitte


Immerhin: ein zwei Vorteile hat es auch, wenn man arbeitlos ist. So langsam werde ich anscheinend im dörflichen Umfeld als Hausfrau aktzeptiert, was mir gestern die Einladung zu einem Geburtstagskaffee und zu einer Backzubehörpräsentation eingebracht hat. Der Geburtstagskaffee war sehr nett. Der Schwiegervater des Geburtstagskindes hat die ganze Zeit geklagt, daß die Leute immer weniger Schnaps trinken, weshalb keiner seine Zwetschgen haben will. Die Schwiegermutter hat dafür gesorgt, daß ich fürs Leben gelernt habe:
Seither weiß ich, daß nur Leute, die absolut nichts denken, sich ein Reiheneckhaus im Neubaugebiet bauen. Der Grund ist für alle außer mir klar ersichtlich: Weil das Eckhaus am Eck steht, muß man an zwei Straßen Kehrwoche machen. "Welcher normale Mensch", bin ich unversehens gefragt worden "mutet sich denn sowas freiwillig zu?". Meine diesbezügliche Überraschtheit, wurde als Basis weiterer Ausführungen über die Leichtfertigkeit der Jugend verwendet. So gibt es Leute die unverständlicher Weise ihre Autos nicht in beige kaufen, obwohl man da den Dreck nicht sieht, die Blumenbeete anlegen, obwohl man dann jäten muss oder im schlimmsten Fall einen Wischmop statt dem Schrubber zum Bodenputzen verwenden obwohl jeder normale Mensch weiss, daß das nie sauber wird. Kommt zum Beispiel die Schwiegermutter des Geburtstagskindes zu Besuch, dann sieht sie an der ersten Fließe, ob ein Mop oder ein Schrubber in Verwendung ist.
Seither bin ich guten Mutes, weil ich sicher mal Besitzer eines Reiheneckhauses werde und dann mit Absicht nie die Schwiegermutter des Geburtstagskindes einlade, obwohl sie gerne prüfen würde ob wir einen Schrubber haben. Aber vieleicht lasse ich mit mir verhandeln wenn sie bei der Kehrwoche hilft.

Froh bin ich auch, daß ich seit gestern einen Haufen Geld spare, weil ich mit meinem neuen Ofenrost auch Spätzle schaben, Fliegen erschlagen, Wäsche waschen und Hausmusik machen kann. Außerdem kann ich auch vier Kuchen gleichzeitig backen und einen Born von leckeren Sachen halbgefrohren im Kühlschrank parat halten, falls Besuch kommt. Das Backsystem das wir gestern in trauter Hausfrauenrunde vorgeführt bekommen haben, ist praktisch der Colt der Hausfrau:
Sobald ein Gast von ferne naht, zieht man den Kastenröti oder auch Merkur oder die Riesenschnitte, und gewinnt damit jedes auch noch so harte Hausfrauenduell. Einige dieser Duelle wurden zu meiner Erheiterung schon im Rahmen der Veranstaltung ausgetragen. Als Verlierer wurden unter anderem vom Feld getragen:

- Jemand der das Mehl MIT DER KÜCHENMASCHINE unter den Teig hebt (angeschossen bei der Zubereitung, Kopfschuss bei der Verkostung:"der ist aber kompakt")
- Die Besitzerin einer Küchenmaschine mit unter 5 kg Füllmenge (Kopfschuss: "Mit sowas KANN MAN DOCH NICHT VERNÜNFTIG ARBEITEN")
- NurBisquitbäckerinnen (angeschossen; das sind wohl die Warmduscher des Backens)
- Die Dame die bekannt hat, daß sie Lasagne noch nie in der Riesenschnitte gemacht hat (Kopfschuss: Eine normale Form kriegt man doch NIE WIEDER SAUBER)
- Ich, wegen meiner Bemerkung, daß ich mir unter "Riesenschnitte" bisher was anderes vorgestellt habe (die hard: eisiges Schweigen)

Danach hab ich zur Vermeidung weiterer Peinlichkeiten eine Riesenschnitte gekauft. Und einen Rost. Und das Pinselset "Akkurat". Ich hab auch die Küchenmaschine "Profiqualität" gekauft. Und das Kindergeburtstagsset mit den lustigen Tierformen. Wie die anderen Sachen, die ich auch noch bestellt habe, weiss ich nichtmehr. Die Lieferung kommt nächste Woche.
Ich warne alle die künftig hier zu Besuch kommen und meinen es gibt nur gebratene Fertigmaultaschen und gekauften Kuchen.
Ab jetzt schieße ich scharf!


Montag, Februar 03, 2003
 
Alles ganz einfach, wenn man´s begriffen hat

Alte Tante SPD
[02/03/03 - Herr Scholz weiß auch noch was dazu]


Man lernt nie aus, habe ich heute morgen beim Vorstellungsgespräch gedacht, nichtmal am Wochenende. Und weil man Gelerntes gleich in die Praxis umsetzen soll, habe ich sofort widersprochen.
Der Herr Personalchef war zugegebenermaßen etwas überrascht. Oder eher von der Rolle. Er ist leicht rot geworden, hat eindeutig geschwitzt und sich sogar die Krawatte gelockert. Auf meine Frage, ob er denn nicht ferngesehen hätte gestern abend, hat er sogar mit blankem Unverständnis reagiert. Mit etwas mehr Haltung hätte ich schon gerechnet, wenn einer Chef ist. Irgendwie muß er ja Chef geworden sein. Aber vermutlich habe ich ihn dabei erwischt daß er mich von vornherein kaltstellen will, gleich dafür Sorge tragen, daß aus mir nix wird. Hält der mich etwa für Konkurrenz?
Personaler habe ich eigentlich noch nie werden wollen. Das habe ich ihm dann gleich auch noch gesagt. So nicht, ich durchschaue die Ränkeschmiederei! Und dann noch mit Geld locken. Wo kommen wir denn da hin? Nur weil ich eine Weile im Ausland war weiß ich trotzdem noch wie es in Deutschland läuft, wenigstens seit gestern abend wieder. Und dann kommt da so ein - Personalchef und bietet mir eine Stelle an und lobt mich auch noch. Guter Mann, ich will was werden. Da kann ich doch keine Zustimmung brauchen!
Wie soll ich denn jemals weiterkommen? "Sie können mich hier nicht einfach nicht kritisieren.", hab ich dem guten Mann gesagt, "Ich habe noch nie so auf den Deckel bekommen, daß ich klar sehe, daß mein Schaffen und Wirken in die richtige Richtung geht. Nehmen Sie nur Herrn Gabriel, der wird jetzt, munkelt es, was wichtiges in Bonn. Wenn der gewonnen hätte müsste er die nächsten fünf Jahre in Niedersachsen verbringen. Oder unser Kanzler, der sich durch den Wahlausgang laut Generalsekretär Scholz eindeutig in seinem Reformkurs bestätigt fühlt. Da ist es einem doch direkt peinlich wenn man Zustimmung erfährt und jemand einen haben will. Das kann ich mir bei allem Interesse für eine Arbeitsstelle nicht bieten lassen. So gehts ja wohl nicht!"
Ich muss sagen, wenn ich auch keine Stelle errungen habe, so habe ich doch Respekt geerntet. Soweit ich die im etwas lauteren Tonfall gewechselten Abschiedworte verstanden habe, soll ich mich zum Teufel scheren. Auch hätte ich die Sozialkompetenz einer Blindschleiche und nichtmehr alle Tassen im Schrank. Weiterhin meine ich Worte wie "irre", "behämmert" und "durchgeknallt" gehört zu haben. Dem Wasserglas konnte ich elegant ausweichen und betrachte den Wurf als besondere Auszeichnung.
Seither bin ich guten Mutes und sicher, daß ich auf dem richtigen Weg bin. Soweit ich nur meinen Reformkurs konsequent weiterverfolge kann mein Weg nur nach oben führen, da bin ich mir jetzt ganz gewiß.
So ein Wochenstart macht Mut!


Samstag, Februar 01, 2003
 
hört ihr das Alphorn überm weißen Tal?


Heute hat uns Herr Arno, seines Zeichens Hof-, Sennen- und Geisterhund, die Ehre eines ausführlichen Spaziergangs erwiesen. Als schweizstämmiger Schneekenner hat er vom Tiefschnee nicht genug bekommen können. Sein reifes Alter hat ihn nicht gehindert, herumzuhüpfen wie ein junges Reh und zwischendrin mit tiefer Schnauze vollgas durch den Schnee zu fräsen.
Wir kennen jetzt auch von hier bis zwei Ortschaften weiter jeden Baum und Strauch, der in der hiesigen Hundegesellschaft eine Rolle spielt. Weiterhin habe ich fünf beschnupperten Spaziergängern mehrfach versichert, daß der Hund nichts tut und nur spielen will. Dreimal hat Herr Arno ob des Anblicks eines Dackels ausprobiert, ob er nicht doch stärker ist als ich, und jedesmal haben meine Frau und er beschlossen, daß diese kleinen Kläffer aber auch unmöglich sind, vorlaut, schlecht erzogen und provozierend.
Wir haben auch ein Postauto und ein Mofa verbellt und im Neubaugebiet an jedem Küchenfenster genüsslich geschnuppert. Danach sind wir weiteren Dackelvorkommen weiträumig ausgewichen und haben die Aussicht aufs verschneite Albvorland genossen, wobei wir versucht haben, Spaziergänger, Postautos und Mofas frühzeitig zu bemerken. Die Spur einer Herde Schafe haben wir dann auch noch gefunden, außerdem die Reste eines toten Vogels, einige Stöcke und seltsam riechende Erdschollen. Wir haben KEINEN Schnee gefressen, weil Hunde davon Bauchgrimmen bekommen.
Dann sind wir in elegantem Trab an einer Hundedame auf der anderen Straßenseite vorbeigeschwebt. Wir haben nochmal KEINEN Schnee gefressen. Dafür haben wir einige Bienenstöcke beschnuppert und von weitem wieder unseren Hof gesehen. Wir haben nochmal KEINEN Schnee gefressen und auch NICHT in Nachbars Garten geschissen. Dafür aber aufs eigene Feld und das ergiebig. Wir haben wieder KEINEN Schnee gefressen, dafür aber nicht weit weg eine Herde Rehe gesehen, die wir standesgemäß verbellt haben. Dann haben wir nochmal KEINEN Schnee gefressen und sind NICHT auf dei netten Leute, die uns entgegenkamen, zugestürzt um zu schnuppern. Wir wissen jetzt auch, daß BRAVE Berner Sennenhunde NICHT auf nette Leute zustürzen, auch wenn die Leute interessant riechen. Dafür sind wir nochmal im Tiefschnee rumgehopst, haben uns gewälzt, ausgiebigst geschüttelt und dann, als einen Moment lang keiner geschaut hat - haben wir Schnee gefressen.

Zuhause ist Herr Arno dann würdevoll in seinen Zwinger geschritten und hat sich zur Ruhe niedergelegt. Nach seinem verträumten Blick zu schließen träumt er von Schnee, Sennerinnen und Alphörnern fern über einem verschneiten Tal, vermutlich kombiniert mit einem fürstlichen Mahl und verschiedenen interessant riechenden Bäumen. Ich musste auch erstmal ein Nickerchen machen.
Ich hab von einer Hundeschule geträumt.


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