AllButMe.com

Montag, März 31, 2003
 
Das ganze Leben...





[l03/30/03 - lazy on a sunday afternoon]

sollte sein wie ein Frühlingssonntag in Straßburg...


Freitag, März 28, 2003
 
Aufgemerkt!

Hab ich´s
denn schon erwähnt?
ich bin heut
im Parlament

und erkenne
frohgemut
wichtig ist,
wer wichtig tut.


 
Eine Zugfahrt ohne Buch [2] Heute: Herr Förster, Gerald und Anette und ein Auto das nicht fährt

Ein Auto, das nicht fährt, ist keinen Pfennig wert, singt Herr Fesl. Herr Förster müsste sich also nicht wundern, dass WG-Kollege Gerald heute Morgen ein Problem hatte, weil sein Auto – wir ahnen es – nicht gefahren ist.
Natürlich ist die Sache noch komplizierter. Das Auto war genau genommen schon gestern kaputt und gehört genau genommen auch nicht Herrn Gerald, sondern Frau Anette, die die Freundin von Herrn Förster ist und diesem für heute morgen das Auto versprochen hat. Herr Gerald nun wieder hat gestern nicht erzählt, dass das Auto kaputt ist, sondern erst heute morgen, als Herr Förster gerade das Haus verlassen hat, weil er in Stuttgart heute eine Präsentation vorführen muss.
Weil aber das Auto kaputt ist, musste Frau Anette kommen und Herrn Förster zum Bahnhof fahren, damit er noch den Zug erwischt, weil er ja nicht mit dem Auto fahren kann. Herr Gerald dagegen hat heute frei.

Woher ich das weiß?
Nun, genaugenommen hat offensichtlich Herr Gerald nicht nur heute frei, sondern auch einen Gehörschaden. Herr Förster dagegen hatte, als er in den Zug gestiegen ist, einen Kaffee, zwei süße Stückchen, ein billiges Notebook und einen roten Kopf. Und natürlich nicht zu vergessen ein Handy.

Er hat dann Herrn Gerald angerufen, um ihm zu sagen, dass er es nicht ok findet, wenn Herr Gerald am frühen Morgen mit seiner Vergesslichkeit das Leben anderer Menschen, etwa seines und das von Frau Anette, völlig durcheinander bringt, und dass er dafür eine Entschuldigung erwartet. Herr Gerald hört offensichtlich schlecht, weil Herr Förster den Sachverhalt mehrfach laut wiederholt hat. Im Wagen waren jedenfalls alle von Herrn Geralds Schuld überzeugt, nachdem sie den Sachverhalt zum fünften Mal gehört hatten, und haben gehofft, dass Herr Gerald bald alles gesteht und aufgibt, weil viele morgens im Zug auch gern noch ein Nickerchen machen, statt sich mit den Schandtaten anderer zu beschäftigen.

Leider hat Herr Gerald offensichtlich abweichende Wahrnehmungen in der Sache zum Besten gegeben, und fand nicht, dass alles daran liegt, dass er sein Leben nicht organisiert kriegt und ein Faulenzer ist. Herr Förster hat sich ob solcher Uneinsichtigkeit, und weil er neben dem telefonieren das erste süße Stückchen gegessen hat, sein Sakko voll gebröselt, und ist immer wütender geworden. Er hat Herrn Gerald gesagt, dass er jetzt gerne schreien würde, aber im Zug sitzt.
Daraufhin hat es hinten gepfiffen und einer hat gerufen „nur zu, wir hören sowieso schon alles.“

Dann ist Herr Förster aus dem Abteil gegangen, und hat zu Herrn Gerald „Jetzt pass mal auf du Arschloch..“ gerufen. Offensichtlich war Herr Gerald zu diesem Zeitpunkt weiter vom Telefon entfernt, weil Herr Förster sehr laut schreien musste.
Im weiteren Verlauf des Gespräches hat Herr Förster gezeigt, dass er nicht nur über ein lautes, sondern auch über ein ausdauernd lautes Sprechorgan, und ein gehobenes Arsenal übler Schimpfwörter verfügt.
Herrn Gerald muss dagegen zugute gehalten werden, dass er lange durchgehalten hat, so dass im Endeffekt von einem Unentschieden ausgegangen werden kann, insbesondere wenn man das verbröselte Sakko und den im weiteren Verlauf entstandenen Kaffeefleck auf der Hose von Herrn Förster berücksichtigt. Außerdem ist Herr Förster, wie erwähnt, Besitzer eines billigen Notebooks und einer Freundin, die Anette heißt, was auch in die Wertung eingeflossen ist, auch wenn der Name von Herrn Geralds Freundin nicht bekannt ist. Angesichts der Unattraktivität kaputter Autos kann nichtmal mit Sicherheit gesagt werden, ob Herr Gerald überhaupt noch eine Freundin hat. Andererseits war es ja nicht sein Auto...
Über das weitere Schicksal von Frau Anette ist übrigends nichts bekannt.

Zugfahren kann so unterhaltsam sein…


Donnerstag, März 27, 2003
 
Eine Zugfahrt ohne Buch


Frank und Musti haben sich gestern beim Sportplatz geprügelt, aber fett. Erst haben sie sich geschuckt, dann hat Musti dem Frank ein paar mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Dann haben sie gerangelt und sind hingefallen. Dann hat sich Musti auf Frank gesetzt und Gusti ein paar Fäuste ins Gesicht gehauen. Dann haben Jochen und fünf andere die beiden auseinander gezogen. Frank hat aber offensichtlich noch nicht genug gehabt und hat mehrfach Musti´s Mutter beschimpft. Musti hat ihm dann noch einen Tritt verpaßt.
Das alles erzählt Jochen im Vertrauen und bittet darum, es niemand weiter zu erzählen.

Andreas bittet um Verständnis, daß er heute nicht auf den Kickplatz kommen kann, weil er bald Zwischenprüfung hat und powern muss, weil die Prüfung fett schwer wird.

In Altingen gibt es einen Dackelzücher. Er führt seine Hunde im Lodenhut mit Gamsbart aus.

Anscheinend haben die Altinger nichts zu arbeiten, anders sind die vielen Spaziergänger nicht zu erklären.

Der Besitzer der Obstwiese kurz vor Gültstein sollte dringend mal seine Apfelbäume schneiden, was sollen sonst die Zugpassagiere denken?

Eine stark geschminkte junge Dame, die in Vaihingen ausgestiegen ist, hat nach eigener Auskunft heute keine Lust zu arbeiten, unter anderem, weil ihr Freund gestern abend Stress gemacht hat. Sie findet aber auch ihre Chefin voll blöd, fragt in diesem Zusammenhang aber, was bitte man da machen soll?

Ich würde vielleicht gern in Rohr wohnen, wenn es nicht Rohr heißen würde.

An der technischen Uni in Vaihingen steigen immer nur Studenten zu, nie Studentinnen - soviel zum Thema Frauen und Technik, ohne das abwertend zu meinen.

Und wir sind da.



Mittwoch, März 26, 2003
 
Die wirklich wichtigen Dinge im Leben...


..sind heute Steuerbord und Backbord, das Ermatinger und das Wolmatinger Ried, der Teufelstisch und die Vorfahrtsregeln auf dem Seerhein. Wenn ich heute abend die Theorieprüfung für das Bodenseeschifferpatent nicht bestehe, dann überlege ich ernsthaft ob ich in Gefilde auswandere, wo man nicht wissen muss wo der Bodensee am tiefsten ist (zwishen Fischbach und Aarau, 252m).
Gerade bei letzterer Frage ist mir die Relevanz nicht ganz deutlich, aber vieleicht gibt es ja Situationen im Schifferleben, wo man schnell reagieren muss und nachher andächtig sagt: "Wenn ich jetzt nicht gewußt hätte, daß der See hier vor Fischbach 252m tief ist - ich darf garnicht dran denken!"
Sicher weiss ich, daß ich, sobald ich in Besitz des Schifferpatentes bin, bei Sonnenschein und guter Fernsicht mal mit einer kleinen Jolle auf den See rausfahre und im Minutenabstand zwei lange Huptöne abgebe (Nebelsignal der Vorrangfahrzeuge). Auch werde ich gewissenhaft Buch führen wieviel Schleppverbänden ich über die Jahre bei Nacht begegnet bin (helles Toplicht, 360 Grad, Schlepper führt die fahrzeuggemäße Beleuchtung) und ich werde alle Bootsbesitzer fotografieren, die mit Seife ihr Boot scheuern (nur klares Wasser erlaubt). Vieleicht läute ich in der Seemitte auch mal regelmäßig (Nebelsignal der Hafenanlagen), aber womöglich versucht dann ein Schwimmkran (weißes Toplicht), ein Berufsfischer mit Schleppnetz (führt weißen Ball im Top, Abstand halten!) oder eine Tauchbasis (weißblaue Flagge) einzulaufen. Um nicht erkannt zu werden, sollte man vorher dann wenigstens die Kennzeichen (Mindesthöhe 52 cm) entfernen und die Nationale (Am Flaggenstock) und den Vereinsstander (Top, Gaffelbaum oder Backbordwant) einzuholen.
Jetzt jedenfalls gebe ich zwei kurze Töne ab (drehe nach Backbord) und gebe dann volle Kraft voraus, weil da das Klo ist (nur zulässig wenn Fäkalienauffangbehälter mitgeführt wird). Un daß mir keiner einen Motor ohne Abgastypenprüfbescheinigung verwendet, solang ich weg bin (unter Anker: weißes Toplicht führen).
Ahoi!



Dienstag, März 25, 2003
 
Amerikaner kurz vor Istanbul


Nach unbestätigten Berichten haben die amerikanischen Truppen den Verteidigungsring um Istanbul fast erreicht. Wie Viersternegeneral Franks heute in einer Pressekonferenz bekannt gab, sei man guter Hoffnung, daß die Stadt bis übermorgen eingenommen werden könne. Gerüchte, daß Istanbul in der Türkei liege, wies der General in aller Schärfe zurück. "Das sind haltlose Spekulationen", so der General.
Verteidigungsminister Rumsfeld wird mit der Bemerkung zitiert, daß die alten Europäer offensichtlich schlechte Augen hätten. "Jeder weiss, daß das große Land am Mittelmeer der Irak ist", so Rumsfeld. Im weggehen verwies er außerdem darauf, "daß es den Türken aber auch recht geschähe, weil sie uns nicht reingelassen haben". Zur Antwort auf Nachfragen war er im Folgenden nicht bereit.
Schwierigkeiten bereitet den amerikanischen Truppen offensichtlich noch die Kommunikation mit der einheimischen Bevölkerung. Wie auf Livebildern eines Reporters der mit der 3. Aufklärungsdivision "tornado gooses" auf Istambul marschiert, zu sehen ist, gibt es offensichtlich zwischen den mitgebrachten irakischen Überstzern und der Bevölkerung Verständigungsschwierigkeiten. Ein Sprecher der Armee führt dies auf lokale Dialekte zurück. "Das ist als ob sie sich mit einem Bauer aus Georgia unterhalten, da versteht man auch nichts", so der Militärsprecher. Sprachexperten, die die lokalen Dialekte sprächen seien aber schon unterwegs.


Montag, März 24, 2003
 
Rest in peace


Der Margeritenbusch, den wir am Samstag hoffnungsfroh gepflanzt haben, ist heute morgen von uns gegangen. Offensichtlich waren zwei kalte Nächte zuviel für ihn. Die Stiefmütterchen haben ebenfalls Verluste im Blütenbereich hinnehmen müssen, es ist aber kein Totalverlust zu beklagen. Die Lage im Frühbeet ist bisher unübersichtlich, zwar können bisher keine Erfolge verzeichnet werden, aber auch von Verlusten ist bisher nichtsbekannt.
War eigentlich Wochenende? Vor lauter Gärtnern und feiern hab ich´s nicht bemerkt, und auch noch vergessen, meiner lieben Cousine zum Geburtstag zu gratulieren, was ich hiermit in aller Herzlichkeit(!) nachhole, und jetzt habe ich noch einen Haufen Arbeit auf dem Tisch liegen...
Man könnte glatt vergessen, daß Wochenende war und Krieg und schönes Wetter und der Frühling fängt bald an!

Monday Morning sucks.


Samstag, März 22, 2003
 
Völlig fertig


aber der Vorgarten ist jetzt gejätet, die Stiefmütterchen sind gepflanzt, der Salat ist ins Frühbeet gesät und das Kräutergärtchen terassiert. Was für ein Genuss sind schwere Knochen von ehrlicher Gartenarbeit!


Freitag, März 21, 2003
 
Pausenkunst [3]

Nicht zu lachen, wenn die Bäckereifachverkäuferin nach erfolgreichem Brezelkauf in einer rührenden Bemühung, schwäbisch zu klingen, "tschissla" statt "Tschüssle" (oder auch einfach "ade") sagt, ist auch eine Kunst.


Donnerstag, März 20, 2003
 
Es gibt noch Helden in Amerika!


Ich ziehe den Hut vor Max, der mutig genug war, der amerikanischen Polizei die Stirn zu bieten. Ich rechne es mir als Ehre an, ihn persönlich zu kennen!



[03/20/03: salute to a true american hero: Max!]

Hier der Augenzeugenbericht meines Korrespondenten und Bruders aus der Hauptstadt des land of the free (and also god´s own country):

"In unserem Stadtgebiet gibt, bzw. gab es eine Gang. Fünf junge Farbige so um
die 16-18 Jahre sorgten für eine Menge Aufregung. Sie fuhren mir Ihrem Auto
durch die Straßen, wurfen Backsteine auf die Fensterscheiben parkender
Autos, raubten Leute aus...
Vier waren gefasst, einer noch unterwegs, als am Sonntag morgen ein Polizist
auf Streife den Wagen der Gang durch die Straßen von DC fahren sah. Er
folgte dem Wagen und versuchte ihn zu stoppen. Nach einer kleinen
Verfolgungsjagd stoppte der Wagen und der Gesetzlose sprang aus dem Auto und
versuchte sein Glück zu Fuß. Da die Hüter des Gesetzes schon richtig heiss
drauf waren den letzten der Gang noch zu fassen waren in kurzer Zeit 10-15
Polizei-Wagen in der Umgebung.
Der Gesetztlose sprang über Mauern, Zäune - durch die ganzen Backyards um
einem sicheren Unterschlupf zu finden um sich zu verstecken.

In unserem Backyard:
Hier wohnt Max (Bild von Max siehe oben). Das ist unser
Schäferhund. Ein armer Kerl. Er lebt hier schon sehr lange und hat eben nur
unseren Backyard. - In letzter Zeit wird er aber immer regelmäsiger von uns
ausgeführt. Jedes mal wenn wir Ihm die Leine um den Hals legen denken wir:
Max's is gone wild. Er freut sich halt so tierisch, das jemand mit Ihm Gassi
geht.-
Max liebt Sieren und jault immer kräftig mit wenn ein Krankenwagen oder ein
Polizeiwagen mit Sirene in der Gegend herumfährt.
Somit ist Max morgens Durch die ganzen Polizei-Autos nach vorne an die
Straße um zu schauen "What's uuuuup?". Dabei bemerkte er nicht wie ein
Gesetzloser sich seiner Wohnung bemächtigte. Hinter dem Haus steht ein
Schuppen der offen ist und in dem Max wohnt. Als nun die Gesetzeshüter
versuchten in unseren Backyard zu kommen da war es bei Max aus mit der
Freundschaft. Normal freut er sich ja auf Besuch, aber wahrscheinlich nicht
auf so viele. Vielleicht hatte er auch Angst das die etwas von seinem Essen
abhaben wollen. Somit hielt er die Gesetzeshüter in Schach und bellte was
das Zeug hielt.
Zu guter letzt war Max im Haus. Ca. zehn Polizisten kamen durch unser Haus,
15 gingen aussen am Haus entlang. Die Straßen waren abgesperrt, ein
Polizeihubschrauber kreiste über die Häuser und ein Gesetzloser wurde
abgeführt.

Polizei im Schach gehalten - bis zu letzt die Stellung gegen eine Übermacht aus Doghnut-Essern gehalten (und ich meine ECHTE Doghnuts!) da kann ich nur sagen: I salute you!


 
Erwischt?

In diesem Forum habe ich den folgenden Beitrag gefunden, der der Welt nicht vorenthalten werden sollte:

"Wir sind gestern nach nem Kneipenabend an dem Spannband "Gottes Liebe dauert länger als 8 Minuten" vorbeigekommen, das im Rotlichtviertel hängt. Wir mussten sehr lachen, fragen uns aber, woher die Kirche das mit den 8 Minuten so genau weiß ;-))"



 
Rollerfahren in Zeiten des Krieges


Vieleicht ist es die Kälte des Fahrtwindes, die klare Gedanken schafft, oder daß man, während man durch leere Straßen tuckert, reichlich unangestrengt übrigends, besser nachdenken kann.
So oder so, ich bin zu dem Schluss gekommen, daß ich mir diesen Krieg nicht aufzwingen lasse, weil er seine Wichtigkeit im Wesentlichen durch seine Medienpräsenz bekommt. Dem Vorwurf, das Schicksal der irakischen Zivilbevölkerung interessiere mich nicht, entgegne ich, daß die Welt sich auch nicht für das Schicksal sudanesischer Sklaven interessiert. In Afrika sterben Bevölkerungen an Aids, ganz ohne Fernsehbeteiligung und Betroffenheit. Tibet wird von den Chinesen unterdrückt, auf dem Balkan regiert die Mafia und in Afghanistan das Fausrecht. Es stirbt sich allgemein leicht außerhalb Deutschlands, weshalb also die besondere Aufregung? Gut wer wie die Amerikaner von sich behauptet, die Moral erfunden zu haben, setzt sich besonderer Kritik aus. Aber andere behaupten Ähnliches, nur daß sie das Glück haben, daß wir Englisch verstehen und in Washington Korespondenten haben, aber keiner Hutu versteht, oder Ruanda-Fan ist.
Ich habe mich deshalb entschieden, nicht atemlos zu verfolgen wieviele Raketen welchen Typs wohin geschossen werden und auch nicht welcher Experte meint was die Kriegsparteien wann machen werden.
Es reicht, zu wissen, daß dort Unrecht passiert. Die Detais dienen nur zur Befriedigung der Sensationslust.

Solches hab ich gedacht auf der Fahrt, und dabei geblinzelt, weil mir die Morgensonne ganz unvermittelt auf die Nase geschienen hat, und dann war ich schon am Bahnhof. Ich hoffe ich kann bald wieder mit leichterem Herzen in der Sonne Roller fahren.


Mittwoch, März 19, 2003
 
Pausenkunst [2]


In Stuttgart Stadtmitte erst einen Italiener finden, der gute Pizzas bäckt und sie auch noch zusammen mit einer Cola für sechs Euro verkauft, und dann noch einen netten Tischgenossen - das ist auch eine Kunst.


 
Aus der Fassung...


...war der Verkäufer im Motorrad-Laden gestern schon: Erst hat er eine halbe Stunde gebraucht um IRGENDEINEN Helm zu finden, der mir halbwegs gepasst hat. Besonders nett hat er geschaut als ich ihm demonstriert habe, daß ich Integralhelme Größe XXL höchstens als Hut aufsetzen kann. Das Beste kam aber später. Ich hatte ihm gesagt daß wir einen 50er Roller haben, und nachdem ich einen Helm gefunden hatte wollte meine werte Frau noch einen. Der Gute hat mich entgeistert angeschaut, offensichtlich, weil er meinte, daß wir vorhaben zusammen auf dem Roller durch die Lande zu tuckern. Ab diesem Zeitpunkt hat er hart gekämpft, sich das Lachen zu verkneifen. Er musste dauernd hinter irgendwelchen Ständern verschwinden, von wo dann ein hysterisches Kichern zu hören war.
Ich hab überlegt, ob ich ihm erzählen soll, daß wir garnicht zusammen auf dem Roller fahren können, zum einen weil wir sicher Streit bekommen würden, wer lenken darf, zum anderen deshalb, weil ich ob der Länge meiner Beine beim Fahren sowieso auf dem Rücksitz Platz nehme. Auf die Mitteilung dieser Tatsachen habe ich allerdings verzichtet, da ich nicht sicher war, ob sie einer Reduzierung der Peinlichkeit dienlich gewesen wären.
So sind wir halt gedemütigt aber immerhin behelmt von dannen gezogen.
Wenn der Herr Verkäufer wüßte, daß ich heute morgen auf der Fahrt zum Bahnhof versehentlich "Born to be wild" gepfiffen habe, wäre es noch peinlicher...


Dienstag, März 18, 2003
 
Kaum hat man was gekauft,


schon muss man was kaufen. Ich zum Beispiel heute einen Helm. Ich finde zwar, daß mir der, der beim Roller dabei war wohl etwas zu klein ist, aber benutzt werden kann. Aber meine werte Frau lacht sich jedesmal halb tot wenn sie mich damit sieht. Da ist denn wohl doch einkaufen angesagt. Wahrscheinlich ist der Helm nachher teurer als der Roller...




 
da capo al fine

3/4
|: Ok, er hats zugegeben. Gewußt hat es eh schon jeder und nachdem ers erklärt hat können sich alle aufregen. All die Flüche, Verwünschungen und Für-Dumm-Erklärungen können jetzt begründet und ohne schlechtes Gewissen losgelassen werden. Schlecht ist er, ein Kriegstreiber, kaltblütig, ohne Gewissen. Nimmt Religion als Begründung für seine Taten, obwohl er nur nach seinem eigenen Vorteil schaut. Lügt wie gedruckt. Schreckt vor Völkermord nicht zurück. Pfeift auf das Völkerrecht. Hält die eigene Kultur für überlegen. Ist ein Macho. Mit einem Wort: das personifizierte Böse. Der Antichrist. :|

1) Seine Raketen reichen doch bis Israel! da capo al fine
2) Ich hab gleich gewußt, daß er auf jeden Fall angreifen wird! fine





Montag, März 17, 2003
 
Pausenkunst [1]

Eine Butterbrezel mit einer Hand so zu essen, daß man sich den gebutterten Teil zusammenhängend bis zuletzt aufhebt, ist auch eine Kunst.


 
Juhu, wasn Wochenanfang


Auf den Zug rennen, weil man in DIESEM Zug jemand treffen will, der dann leider nicht da ist. Der Zug tut trotzdem langsam, weshalb man am nächsten Bahnhof wieder rennen muss, wobei man fast die Hose verliert, weil man im Tran den Gürtel nicht eng genug geschnallt hat. Beim Aussteigeversuch stellt sich heraus, daß die Tür an der man aussteigen will, leider nicht in Betrieb ist, weshalb man dann im Zug nochmal rennt. Dafür hat man einen arbeitsreichen Tag in aussicht, was ja bekanntlich die Laune hebt.
Monday I´ve Friday on my mind.

Immerhin: Ich hab den Roller gekauft. Wie ich ihn die 50 Kilometer Schnellstraße bis zu mir heim bringe weiss ich aber auch noch nicht.


Samstag, März 15, 2003
 
keine Zeit zu schreiben...


Heute ist Rollertestfahrtag! Ich bin mir sicher, dass das Ding, nachdem ich mich jetzt an den Gedanken gewoehnt habe, entweder zu klein, zu schwach oder nicht funktionstuechtig ist...


Freitag, März 14, 2003
 
Heute unmotiviert - ein Reimfragment

"Wohlan" sprach Zeus
"ich hämmre heut nicht
und verzichte auf meinen Wagen

Blitz und Donner gibts in
der nächsten Schicht
dann werd ich auch ein
Fährtchen wagen"


 
Fakten, Fakten Fakten

Aufgrund einer anregenden Diskussion in der S-Bahn möchte ich hier mal die Fakten präsentieren, die mich überzeugt haben, das Regal leer zu lassen:

Die große Brockhaus-Enzyklopädie (24 Bände):

20., neu bearbeitete Auflage 1996 bis 1999.
Rund 260 000 Stichwörter auf 17 000 Seiten, über 35 000 Abbildungen, Karten u. Tabellen, etwa 200 Schlüsselbegriffe, durchgehend vierfarbig gedruckt. Über 17 500 Seiten. Mit Schutzumschlag. Halbleder.
ISBN: 3-7653-3100-7
2796,00 € [D]; 2875,20 € [A]; 4824,00 sFr.
Quelle: die Brockhauswebsite

Microsoft Encarta

"Encarta Enzyklopädie Professional ist die optimale Kombination von Encarta Enzyklopädie und Encarta Weltatlas.
Die Kombination von hochwertigem enzyklopädischen Wissen und der Information eines Weltatlasses mit über 1,8 Millionen Orten macht Encarta Enzyklopädie Professional zum unentbehrlichen Nachschlagewerk mit modernster Multimedia- und Online-Technologie. Der Inhalt umfaßt 46.800 Artikel - insgesamt rund 18,9 Millionen Wörter und entspricht einem ca. 60-bändigen gedruckten Lexikon!
Die deutsche Encarta-Redaktion erstellt den Inhalt, der regelmäßig aktualisiert und erweitert wird.
Up-to-date bleibt Encarta durch Internet-Updates* - kostenlos. [Stand: aktuell]
Über 24.000 Multimedia-Elemente lassen Sie das Wissen der Welt neu entdecken - und machen auch komplizierte Sachverhalte anschaulich und interessant. Die anwenderfreundliche Benutzeroberfläche und die Suchmaschine erleichtern das Auffinden von Artikeln, Medien und weiteren Inhaltselementen. "
Preis: € 125,00
Quelle: Microsoft Deutschland

Also vom Ansatz Nützlichkeit, Aktualität und Preis-/Leistungsverhältnis her...
Wer dagegen altmodisch ist oder gerne schöne Bücher mag oder angeben will ...

Aber gut, ein Urteil möge sich jeder selber bilden.
Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, daß es den Brockhaus mittlerweile auch digital gibt.


Donnerstag, März 13, 2003
 
Taktische Empfehlung


Wenn man alle Leute aus einem Zug rauswirft mit der Begründung der Zug habe technische Probleme, dann bietet es sich an nicht zu wenden, um dann wie ein Irrer zurück Richtung Tübingen zu beschleunigen.
Ich würde als Lokführer eher behaupten, daß meine Frau gerade in den Kreißsaal eingeliefert wurde. Da würde doch jeder Verständnis zeigen. Auch gut: kranke Kinder, sterbende Mütter, Blitz, Donner und Hagelschlag.
Wenn dagegen der Zug kaputt ist, denkt jeder, daß das typisch Bahn ist, die Mechaniker Pfeifen sind oder der Lokführer wieder Mist gebaut hat. Und schon herrscht dicke Luft auf dem Bahnsteig.
Andererseits kann das dem Lokführer egal sein. Er muß ja da nicht warten. Aber vieleicht will er ja das nächste Mal nett sein.
Also mein Herr, vor dem Gashebel steht die Ausrede!


Mittwoch, März 12, 2003
 
Ich könnte heute...

...den ganzen Tag schlafen...
[gähn]


Dienstag, März 11, 2003
 
Mästprobleme


Zwar habe ich [noch] keine Tupperdose, das hindert mich aber nicht, neben zwei Bananen täglich eine kleine Protion gesunden Müslis zum Zwecke der mittagspäuslichen Einvernahme mitzunehmen. Es wäre übertrieben, diese kleine Müslimenge als eine übermäßig schwere Last zu bezeichnen, aber immerhin ist sie allmorgendlich in meinem Rucksack spürbar. Das wird aber aufgehoben, durch die unverholene Bewunderung, die mir ob meiner neuerdings gesunden Ernährung entgegenschlägt; auch hat sich die Schwierigkeit des Transportes einer - immerhin empfindlichen und im Kathastrophenfall fleckenschaffenden - Müslidose schon leidlich erfolgreich als Argument für vollgeferderte Fortbewegungsmittel einsetzen lassen.
Diättechnisch problematisch ißt, äh ist nur, dass ich neuerdings Kolleginnen habe, die der Backkunst fröhnen und die Mittagspause durch Kuchen und Muffins bereichern. Dazu habe ich schon zweimal das Glück eines Arbeitsessens gehabt und bin einmal freiwillig mit jemanden essen gegangen. Als alter Schwabe habe ich natürlich in allen Fällen das Müsli auch nicht verkommen lassen können. Ich kann berichten, daß einem der Nähr- und Sättigungswert eines Müslis erst bei Einnahme nach einer regulären Mahlzeit erst richtig bewußt wird.
Wie meine regelmäßigen Verdauungsschläfchen beim Chef ankommen. muss ich aber erst noch rausfinden.
Bis dahin: Mahlzeit!


 
Oh je...


Auch weiterhin bin ich überzeugter Radfahrer, daran wir auch die Probefahrt nichts ändern, die ich für Freitag vereinbart habe. Nun gut, überzeugend an dem Roller ist, daß er fast keinen Sprit verbraucht und man flott am Ziel ist, auch wenns bergaufgeht. Aber an die Vorteile eines Fahrrades kommt er nicht heran. Außerdem hat mein Freund, als er gehört hat, daß ich mit dem Ding fahren will, mit lachen angefangen und gemeint, daß mich ja morgends niemand sieht.
Ich bin mir sicher, daß spätestens nach der Probefahrt klar ist, daß mein Fahhrad die bessere Alternative ist. Wenns denn aus der Reparatur zurück ist. Einfache, grundsolide Technik, aber ich will nichts gesagt haben. Und dann noch wenig Kilometer, und alle Inspektionen gemacht.


Montag, März 10, 2003
 
Ist es Fügung?


Just vorher beim heimradeln ist mein Fahrrad kaputtgegangen. Habe mich fürchterlich aufgeregt. Andererseits gehen auch Motoroller kaputt. Habe mich jedoch mehrfach dabei ertappt, daß ich Motoroller mit Phrasen wie "einfache, grundsolide Technik" in Verbindung gebracht habe, während ich mein Fahrrad als "Scheissgöppel" bezeichnet habe. Morgen lasse ich den, äh, das Fahrrad reparieren und dann ist die Welt in Ordnung und die Versuchung geht vorrüber.
Rollerfahrer sind schließlich Faulenzer.


 
Wer zwei echte Kasper sehen will


muss sich nur das Bild von Blair und Aznar im heutigen Spiegel anschauen (S. 152). Besonders der Schnäuzer von Aznar und das simultane Händeschütteln mit geschlossenen Augen und entblößten Zähnen überzeugt.
Doofe Hüte hätten da geradezu wie eine Übertreibung gewirkt...


 
ernste Probleme


Habe ich erzählt, daß ich jeden Morgen 8 km zum Bahnhof radle? Gestern hat mir ein Freund seinen Motoroller zu einem vernünftigen Preis angeboten. Als ich heute morgen nach verschlafen und hektischer Fahrt gerade noch in den Zug hüpfen konnte und mich verschwitzt in den Sitz fallen lassen habe, hat meine interne "Nimals einen Motoroller"-Front die ersten Risse bekommen. Andererseits sollte ich statt Geld auszugeben und die Luft zu verpesten vieleicht auch lieber früher ins Bett gehen...


Sonntag, März 09, 2003
 
Es wird Frühling!



[03/09/03 - spring is coming!]


Samstag, März 08, 2003
 
Freizeitkürzung


Jetzt ist schon Samstagmorgen, und es kommt mir vor, als wäre ich höchstens seit fünf Minuten im Wochenende. Na gut, sagen wir zehn. Und dazu, freie Zeit zu haben komme ich garnicht: Im Keller wartet Arbeit, heute Mittag und morgen Mittag warten Leute auf unseren Besuch und morgen früh wartet eine Ausstellung. Das nenne ich ein effektiv genutztes Wochenende.
Von erholsam kann dagegen keine Rede sein, aber dafür darf man ja am Montag wieder zur Arbeit...


Freitag, März 07, 2003
 
Diskussionsobjekt


Wo soll ich anfangen? Also, freundlicherweise hat ein mir bisher nicht näher Herr Michael diese Website auf einer seiner Websites erwähnt. Ich bin ganz froh, daß er mich nicht auf dieser erwähnt hat, weil man da z.B. als Jesus schlecht wegkommt, aber ich bin ja auch nicht Jesus.
So weit so gut, wenn Herr Michael nicht geschrieben hätte, daß allbutme.com ein privates blog ist. Diese Tatsache war einem mir bisher auch nicht bekannten Herrn Moe ein Dorn im Auge.
Der hat nämlich offensichtlich die letztens eingebauten Werbebanner auf dieser Seite erspäht, und und meint, ein blog mit Werbung sei nicht privat, oder Werbung zieme sich nicht für ein privates blog. Das jedenfalls tut er als Kommentar auf der Seite von Herrn Michael und auf seiner eigenen Seite kund.
Mit Erschrecken muß ich erkennen, daß ich mich, meine Authentizität und diese Website dem schnöden Mammon geopfert habe, und das als stinkiger Hobbyblogger. Schamlos habe ich Wahrheit und Ehre an Tschibo verhökert und an eine Partnervermittlung, die überigends (aber nur unter uns), eine lustige Website hat.

Was für eine Schande! Die philosophisch-theorethischen Grundlagen des bloggens sind an mir vorüber gezogen. Deshalb bin ich dankbar, daß es Leute wie Herrn Moe gibt, die aufpassen, daß Dummerchen wie ichkeine Fehler machen.
Ich habe in einem Anfall von Entschlossenheit meiner Frau gesagt, daß wir ab morgen nur noch Jakobs-Kaffee trinken, ohne viel Federlesens! Und die Banner kommen auch weg, damit wieder alles ganz privat ist. Dann werden wir mal sehen, wer hier privat sein kann! Da bin ich dann so privat, daß ich nixmehr schreibe, oder was schreibe und dann im blog nur schreibe, daß ich was geschrieben habe. Mehr gibts nicht, damit es hier nicht unprivat wird oder gar komerziell.
Da schüttelt es mich direkt, von soviel Öffentlichkeit.





 
Friday on my mind


Kaum habe ich die ersten paar Tage als Mitglied der arbeitenden Bevölkerung hinter mich gebracht und schon belohnt mich das Leben. Just heute darf ich das worauf ich seit Monaten gewartet haben. Was ich neidvoll bei der arbeitenden Bevölkerung beobachtet habe, danebenstehend, ausgeschlossen, eindeutig als nicht produktiver Teil der Gesellschaft geoutet.
Jawohl, seit Montag darf ich mich wieder ofiziell aufs Wochenende freuen. Schon heute morgen bin ich mit einem erleichterten Seufzer aufgewacht, habe beim rasieren fröhlich beim Radio mitgepfiffen, den freitagsverkündenden Moderator gut gefunden und beim rausgehen das Wetter auf Wochenendtauglichkeit geprüft.
Welch süße Lust!
Heute mittag gönne ich mir zur Krönung ein halbes Stündchen Gleitzeit.

Thank god it´s friday!


Donnerstag, März 06, 2003
 
Kleine Rache für Pendelschwierigkeiten


Ein Lokführer ist gerade in den Bahnhof eingefahren. Er beugt sich aus dem Fenster seiner Lok und fragt den kleinen Jungen auf dem Bahnsteig: "Na, willst du auch Lokführer werden?"
Der Junge antwortet:"Nein, aber mein Bruder, der faule Sack!"

In diesem Sinne weiterhin viel Spaß beim streiken!


Mittwoch, März 05, 2003
 
Radfahrhypothesen


Radfahren wär´ meine
Lieblingsforbewegungsart
wäre der Sattel
nicht so hart.

Besser wärs noch
in der Tat
ginge der Radweg
nur bergab.

Und perfekt
käm es mir vor
hätte das Rad
noch einen Motor.

Leider ist das
nicht der Fall
so schmerzt der Hintern
und ich tret´ ganz normal.


 
Problemwechsel


Der Arbeitsalltag bringt ungeahnte Probleme mit sich, so etwa, daß meine Mittagessendose leckt, was bei der Füllung mit Müsli (ja mein Arbeitgeber hat einen alternativen Drall) zu rucksacktechnisch bedenklichen Ergebnissen führt. Neben einem neuen Rucksack brauche ich deshalb eine neue Vesperdose.
Umfangreiche Recherchen in Profihausfrauenkreisen haben zu dem Ergebnis geführt, daß das einzige Behältnis mit Dichtheitsgarantie die klassische Runddose von Tupper ist. Dumm nur, daß man die nicht im Laden kaufen kann. Unabhängig von meinem klassischen Runddosenbedarf hoffe ich seit Jahren auf eine Einladung zu einer Tupperparty.
Schon mehrfach habe ich in der Nähe bekannter Tupperpartygängerinnen erwähnt, daß ich mir gut vorstellen könnte, auf eine Tupperparty zu gehen. Tupperbezogenen Gesprächsbeiträgen habe ich immer größte Aufmerksamkeit gezollt, oftmals auch noch unter Verwendung bekräftigender Interessemarker, wie "Das ist ja spannend!" oder "Ich bin begeistert!"
Es hilft nichts. Keine lädt mich ein. Ich glaube mittlerweile, daß bei Tupperparties das Küchengerät nur zur Tarnung verkauft wird. Alle Männer, die ich darauf angesprochen habe, waren auch noch nie eingeladen. Selbst Ehepartner von Veranstalterinnen werden am T-Day regelmäßig des Hauses verwiesen.
Da geht irgendetwas seltsames vor, entweder wird da die feministische Weltrevolution geplant oder mit verbotenen Kosmetika gehandelt.

Das hilft mir mit meinem Müsli aber leider auch nicht weiter.


Dienstag, März 04, 2003
 
Narri Narro


"Jeder Trauerzug im Oberland ist lustiger als der Stuttgarter Fasnetsumzug", heißt es hier in Schwaben.
Da kann ich nur hoffen, daß dementsprechend wenig Leute downtown sind und ich trotz allen närrischen Treibens wohlbehalten heimkomme...


Montag, März 03, 2003
 
...und sag einen Gruss!


Die Leute erzählen mir seltsame Sachen, daran bin ich gewöhnt. Habe ich ein Gesicht, das fremden Leuten signalisiert, daß ich tauglich und willens bin, die Last der Welt auf mich zu nehmen?
Vermittle ich das Gefühl, ich verstände alles?
Jedenfalls kenne ich die Namen verflossener Liebschaften von Straßenbahnbekanntschaften meistens nach fünf Minuten, die Gefühle beim Dahinscheiden des Pappageis nach einer Viertelstunde, und ein Transatlantikflug endet meist in einer umfassenden Lebensbeichte.
Gerüchte, ich hätte nur geheiratet, um zukünftig nicht allein unterwegs, und damit anfällig für Begegnungen mit Fremden zu sein, stimmen allerdings nicht.
Wen wundert es bei solchen Vorraussetzungen, daß auch die Besatzung des Hallenbades, die ich durch meinem bereits berichteten Schwimmuntericht kennenlerne, alles erzählen will?

Nach einigen eher peinlichen Versuchen, die Kunst des Kraulschwimmens zu erlernen, ist mir schon bekannt, daß der eine Bademeister eigentlich gerne Profilangstrecjenläufer ware und seine Beine sexy findet, während der andere begeisterter Hobbykanut ist und letztes Jahr mit 100€ zwei Wochen in Urlaub gefaqhren ist. Dabei hat er zur Entlastung des Budgets seine Kinder hauptsächlich mit Salat aus selbst gesammelten Brenesseln gefüttert und empfiehlt dies zur Nachahmung. Seine gesammelten Camping- Kindererziehungs- und Autoweisheiten wiederzugeben, hieße den Rahmen dieser Website zu sprengen.
Weiterhin kenne ich auch seinen Fahrradpark seinen Bootspark und seine Lohnsteuerkarten. Ja auch die seiner Frau.
Soweit ist alles normal, der übliche Gang der Dinge, bis die Sache mit dem Grüßen angefangen hat. Das läßt mich nervös und hilflos und verhindert meinen Nachtschlaf. So geht es nicht:

Seit letzter Woche trägt der Herr Schwimm und Meister mir täglich auf, einen Gruss auszuichten, sagt aber nicht an wen. In aller Selbstverständlichkeit ruft er mir jedesmal im Weggehen ein fröhliches “und gell, sagsch an Gruss!” mit auf den Weg. Er geht offensichtlich fest davon aus, daß ich weiss, wem ich den Gruß ausrichten soll.
Seither forsche ich nach dem Grußempfänger.
Nachdem ich Frau und Verwandschaft bis zum dritten Grad schon erfolgreich ausgeschlossen habe muss es jemand im Freundeskreis oder in der Nachbarschaft sein. Hier gestaltet sich die Recherche eher schwierig, will man doch nach dem erfolgreichen Absolvieren von Schule und Universität nicht unbedingt freimütig zugeben, daß man einen Schwimmkurs nötig hat. Dementsprechend verbietet sich natürlich die direkte Nachfrage. Erste Versuche mit einer überraschenden, willkürlichen Nennung des Bademeisternamens mitten im Gespräch haben zu keinem verwertbaren Ergebnis gefürt, wobei dies auch auf den sehr gebräuchlichen Nachnahmen des Bademeisters zurückzuführen sein dürfte.

Der einmalige Versuch, auf im Schwimmkurs befindliche Kinder zu verweisen, war fatal, da die nachfolgende Bekämpfung des Gerüchtes, wir hätten überraschend Nachwuchs bekommen, nur teilweise erfolgreich war.
Zu den Unbelehrbaren zählt der örtliche Versicherungsvertreter, der uns jetzt immer auffordert, durch den Abschluss mannigfaltiger Versicherungen für die Zukunft unseres Kindes zu sorgen. Das örtliche Autohaus schickt uns auch nur noch Prospekte für Kombis und Vans.

Vom Stellen der Frage nach Hallenbädern im Umkreis und Ihren Beschäftigten im allgemeinen habe ich mittlerweile auch die Schnauze voll. Was anfangs eine gute List zu sein schien, hat sich schnell als sehr informationsintensiv herausgestellt. Schon nach dem vierten Einsatz dieser Methode kenne ich die Orte mit Hallenbädern im Umkreis nunmehr auswendig, komplett mit den Namen der Bademeister, den Öffnungszeiten und Putzfrauen, sowie der kommunalpolitischen Brisanz der Finanzierung.
Es ist erstaunlich wie sehr die Hallenbadangelegenheiten die Volksseele bewegen. Persönlich kennt meinen Bademeister aber niemand nähers, so daß ich nachwivor im Grüßnotstand bin.

Als einzig gangbare Lösung bleibt mir die schamlose Lüge. Jedes Mal am Ende des Kurses verspreche ich, den Gruss auszurichten. Ich zwinkere wissend, werfe locker ein „geht klar!“ in die Runde und haue ab. Und jedes mal muss dann einer ungegrüßt ins Bett gehen.
Die Welt ist schlecht!
Irgendwann werde ich nichtsmehr sagen. Ich kann dann nur für ihn hoffen, daß er schwimmen kann.



 
ok,


also die Eisenbahner haben schonmal nicht gestreikt und ich habe mich auch nicht beim rasieren geschnitten. Das fängt ja gut an!

Vielen Dank für alle Glückwünsche!


Sonntag, März 02, 2003
 
zwangsläufige Entwicklung


Morgen fange ich an meiner neuen Arbeitsstelle an. Voller Elan habe ich mein Fahrrad schon für den Weg zum Bahnhof hingerichtet und mir eine Monatskarte für die Bahn gekauft.
Da trifft es sich gut, daß es nach einem Monat Sonne seit einer halben Stunde mit schütten anfängt und ich in den Nachrichten höre, daß vermutlich mit den größten Eisenbahner-Streiks seit langem zu rechnen ist.
Ich muss morgen garnicht aufpassen. Ich weiß jetzt schon, daß ich mich saumäßig beim Rasieren schneiden werde, und wenn ich einen Maroschaber dazu verwende.

Thats life!


Samstag, März 01, 2003
 
Sichere Prognose


Wenn Chris diese Bilder sieht, erzählt er etwaigen Anwesenden garantiert die Geschichte vom HP-Support, in der einer eine Diskette auf dem Kopierer kopiert hat. Immerhin - bis er mal irgendwas so oft erzählt hat wie meine Oma, muss er noch lange üben.

Way to go!



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